COCOS ISLAND: DER RUN AUF DIE INSEL
SACRA AURI FAMES
(VERGIL)
Von nun an fallen zahllose Expeditionen über die kleine Insel her. In der BAHIA CHATHAM gehen viele von ihnen an Land (Ratten nicht unähnlich!). Sie handeln stets aus niedrigen Motiven: Gier und Bereicherung. So ist die Natur des Menschen. Jeder Felsen, der einen Schatz bedecken könnte, wird mit Dynamit in die Luft gejagt. Dazu REINHOLD OSTLER:
"Erst der Erste Weltkrieg bescherte der geschundenen Insel eine Pause, bis dann 1930 die Jagd erneut mit noch massiveren Mitteln wieder einsetzt."
1931: Die "CLAYTON METALPHONE-COMPANY" rückt mit schwerem Gerät an. Sie führen, wie der Name schon sagt, ein sog. METALPHON mit sich, ein elektrische Suchgerät. Außerdem haben sie noch zwei Schatzpläne. Man sucht in der WAFER-BAY und findet angeblich einen Schatz im Wert von mehreren Millionen Dollar! Wenn dies stimmt, dann muß es sich um die "Privatbank" eines einfachen Piraten gehandelt haben.
1934: Die "TREASURE-RECOVERY-LTD. versucht ihr Glück. Ein gewisser CAPTAIN ARTHUR verschachert Aktien in großer Menge (ein Zeichen der Naivität, Blödheit und Raffgier der großen Masse).
Als Köder benutzt man folgende SPANNENDE GESCHICHTE:
Die Matrosen PETRUS BERGMANS und ERIK PETERSEN erleiden Schiffbruch und werden an die Insel gespült. BERGMANS, der den Dschungel durchstreift, tritt aus Versehen in ein Loch. Als er es größer macht, verschlägt es ihm den Atem. Er schreibt an seinen Bruder:
"Am Boden aufgehäuft sah ich große Mengen von Gold und Silber, Barren aufgestapelt und gehäuft; eine große Anzahl von Kirchengeräten, die Statuen der zwölf Apostel, mannshoch aus purem Gold. Daneben standen Kisten voller Geschmeide und Juwelen. Zwischen den Kisten fand ich das Skelett eines Menschen."
Was will man mehr! Als Souvenir nimmt er sich einen halben Sack voll mit sowie eine Pergamentrolle (heute: Museum, San Franzisco). Im Dezember des Jahres werden die beiden von einem Walfänger eingesammelt.
1935 kehrt BERGMANS zurück. Doch er kann die Stelle nicht mehr finden! Mögliche Erklärung: Erd-und Seebeben verändern ständig das Gesicht der Insel!.-Kurzum: Die Gesellschaft versucht BERGMANS loszuwerden. Auf eigenen Wunsch wird er nach Puntarenas gebracht, von wo er sofort wieder versucht, auf die Insel zu kommen. Bald nach diesen Ereignissen geht die "TREASURE RECOVERY LTD." pleite. No more money in the bank!- Aus der Traum!-
Wieder hat die kleine Insel über einige Narren gesiegt!
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QUELLE: R. OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR.
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R.
Donnerstag, 22. August 2013
Mittwoch, 21. August 2013
DR. WALTER R. FUCHS: ÜBER KOSMISCHE ENTFERNUNGEN UND LEERE
Stellt man Überlegungen an über unsere Milchstraße und ihre Milliarden von Sternen, so betreten wir nach W. R. FUCHS einen Raum, der sich unserer "normalen" Anschauung entzieht:
"Mit Überlegungen, die über unser gewöhnliches Alltagsdenken hinausgehen, muß man sich jedoch im Zeitalter der modernen Naturforschung und Technik vertraut machen..."
Dazu gehören auch die sprichwörtlich astronomischen Entfernungen und Dimensionen des Weltalls. Diese sind so riesig, daß man sie in Lichtjahren messen muß. Ein Lichtjahr ist, wie jeder aus dem Physikunterricht noch wissen sollte, die unvorstellbare Entfernung, die das Licht, das unvorstellbar schnell ist, in einem Jahr zurücklegt. Das ist nicht wenig, wie man sich vorstellen kann.
"Die Lichtgeschwindigkeit ist eine Grenzgeschwindigkeit. Infolgedessen kann man Entfernungen recht praktisch durch die Zeit messen..."
Das Licht ist sogar so schnell, daß es pro Nano-Sekunde (10 hoch minus 9)-das ist förmlich ein Nichts von einem Nichts-immer noch 30 cm schafft!
Um dem Leser einen Eindruck der Unermeßlichkeit des Alls zu vermitteln, beleuchtet W. FUCHS unsere "nähere" kosmische Umgebung, also das, was sozusagen "vor der Haustür" liegt. Allein dieser "kleine" Ausschnitt ist für unser Alltagsdenken unvorstellbar.
So sind es bis zur Sonne "gerade mal" 8 Lichtminuten. Bis zu Neptun und Pluto (die jwd sind), sind es bereits 6 Lichtstunden.
Dann kommt erst einmal nichts:
"Danach kommt eine 'GÄHNENDE LEERE' in der Milchstraße, zumindest was die 'größeren Materieansammlungen' anlangt.
Doch 'GÄHNENDE LEERE' ist wiederum eine recht relative Kennzeichnung: Selbst unser Planetensystem kann mit Fug und Recht als 'gähnend leer' bezeichnet werden. Vergessen Sie einmal die beliebten Vergleiche, bei denen die Erde zur Erbse und die Sonne zur Orange wird! Ein kleiner Fingerhut voll Wasser im Münchner Olympiastadion unterm imposanten Zeltdach verspritzt: Das ist vergleichsweise die gesamte Materie, die sich in unserem Planetensystem befindet."
Viel und doch nicht viel. Wie man's nimmt. Das meiste ist also Leere (Zustand, der (analog dazu) in den Köpfen vieler vorherrscht, by the way).
(Was ist dagegen irgendein Ding, auf das mancher so stolz ist?!)
Doch wie geht es weiter im All? Der nächste Stern ist ALPHA CENTAURI (An dieser Stelle möchte ich die wunderbare sowie geistreiche Fernsehserie von PROF. H. LESCH jedem anempfehlen, der sich für das große Ganze interessiert.). Also wie geht's da draußen weiter? Als nächstes stoßen wir auf ALPHA CENTAURI, unsere Nachbarsonne. Entfernung: "lächerliche" 40 Billionen Kilometer. Das ist eine 4 mit ganz vielen Nullen (viel mehr, als es auf der Erde gibt, by the way). Oder kurz: 4 Lichtjahre.
Dann kommt wieder eine Weile nichts, bis wir auf unserer Reise zu BARNARDS STERN kommen, der sogar einen Planeten hat! Entfernung: 6 Lichtjahre. Dann kommt SIRIUS (9 LJ), ATAIR (16 LJ) und WEGA (26 LJ). Und so geht es immer weiter ad infinitum bis in alle Ewigkeit.
(An dieser Stelle kann ich nicht umhin, an die SF-Serie "INVASION VON DER WEGA" zu erinnern, die in den frühen 70ern im t.v. lief. Die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern. Es gab ja damals noch nicht so viel im Fernsehen, und man war froh über alles, was in der Kiste lief.)
O.k., so geht das jedenfalls weiter durch die ganze Galaxis, die einen Durchmesser von 100 000 LJ und eine Dicke von 20 000 LJ hat (ganz schön dick, die Milchstraße!).
Ja, wie geht's dann weiter. Dann kommt erst mal wieder jede Menge nichts und dann: Der ANDROMEDANEBEL, unsere Nachbargalaxis. Entfernung: 2 Millionen LJ!
Der Chinese SU-SHU-HUANG (oder so) hat übrigens ausgerechnet (wie?), daß vermutlich jeder 17. Stern unserer Milchstraße (=6 % unserer Nachbarsonnen) einen Planeten besitzt, wo es intelligentes Leben geben könnte. Aufgrund dieser Überlegungen ist mit der nächsten Zivilisation so in ca.18 LJ (180 Billionen km) Entfernung zu rechnen. Das heißt, daß wir uns wahrscheinlich nie begegnen werden und für alle Zeit von der Pelle bleiben. Eine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, wäre allerdings der Funkverkehr, jedoch würde ein solches "Telefonat" ein wenig dauern. Hier stellt sich nun das Problem der richtigen Frequenz. W. FUCHS macht folgenden Vorschlag:
"Angenommen, es gibt bereits extraterrestrische (außerirdische) Zivilisationen, die miteinander im Funkgespräch sind, so könnten wir auf der Erde ja versuchen, in den entsprechenden Signalstrom 'hineinzuhören'."
Und in diesem Sinne fährt er fort:
"Falls nämlich intelligente Außerirdische auf die Idee gekommen wären, Kontaktsignale auszustrahlen, dann hätten sie es vermutlich auch einmal 'Richtung Erde' versucht. Unsere Sonne gehört ja schließlich auch zu den Sternen mit breiter Ökosphäre: Für extraterrestrische Intelligenzler liegt daher der Schluß nahe, daß auch sie einen 'lebensverdächtigen' Planeten besitzt..."
(Ich würde allerdings den armen Aliens von einem Besuch bei uns dringend abraten!)
Und W. FUCHS folgert:
"Wir haben gesehen, daß die Existenz zahlreicher außerirdischer Zivilisationen innerhalb der Milchstraße weitaus plausibler scheint als die Einzigartigkeit unserer irdischen Zivilisation."
(Auch wenn dies der Religion nicht gefällt.)
Dann wird W. FUCHS etwas optimistisch:
"Wenn wir überhaupt eine technische Möglichkeit eines solchen interstellaren Radiokontaktes anerkennen-und es gibt kaum ein vernünftiges Argument, das dagegen spricht-, dann existiert ein solcher Funkverkehr bereits zwischen anderen Zivilisationen."
(Ob die wohl genauso viel reden wie wir?)
---
WALTER R. FUCHS: LEBEN UNTER FERNEN STERNEN?-DROEMER-KNAUR, MÜNCHEN 1973, S. 24-29.
W. FUCHS war Sachbuchautor und verstarb früh (geb. 1937 in Princeton/ New Jersey, gest. München 1976).
Bekannt wurde FUCHS durch seine zahlreichen Veröffentlichungen und durch das "TELEKOLLEG", das er 1966 begann.
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R.
Stellt man Überlegungen an über unsere Milchstraße und ihre Milliarden von Sternen, so betreten wir nach W. R. FUCHS einen Raum, der sich unserer "normalen" Anschauung entzieht:
"Mit Überlegungen, die über unser gewöhnliches Alltagsdenken hinausgehen, muß man sich jedoch im Zeitalter der modernen Naturforschung und Technik vertraut machen..."
Dazu gehören auch die sprichwörtlich astronomischen Entfernungen und Dimensionen des Weltalls. Diese sind so riesig, daß man sie in Lichtjahren messen muß. Ein Lichtjahr ist, wie jeder aus dem Physikunterricht noch wissen sollte, die unvorstellbare Entfernung, die das Licht, das unvorstellbar schnell ist, in einem Jahr zurücklegt. Das ist nicht wenig, wie man sich vorstellen kann.
"Die Lichtgeschwindigkeit ist eine Grenzgeschwindigkeit. Infolgedessen kann man Entfernungen recht praktisch durch die Zeit messen..."
Das Licht ist sogar so schnell, daß es pro Nano-Sekunde (10 hoch minus 9)-das ist förmlich ein Nichts von einem Nichts-immer noch 30 cm schafft!
Um dem Leser einen Eindruck der Unermeßlichkeit des Alls zu vermitteln, beleuchtet W. FUCHS unsere "nähere" kosmische Umgebung, also das, was sozusagen "vor der Haustür" liegt. Allein dieser "kleine" Ausschnitt ist für unser Alltagsdenken unvorstellbar.
So sind es bis zur Sonne "gerade mal" 8 Lichtminuten. Bis zu Neptun und Pluto (die jwd sind), sind es bereits 6 Lichtstunden.
Dann kommt erst einmal nichts:
"Danach kommt eine 'GÄHNENDE LEERE' in der Milchstraße, zumindest was die 'größeren Materieansammlungen' anlangt.
Doch 'GÄHNENDE LEERE' ist wiederum eine recht relative Kennzeichnung: Selbst unser Planetensystem kann mit Fug und Recht als 'gähnend leer' bezeichnet werden. Vergessen Sie einmal die beliebten Vergleiche, bei denen die Erde zur Erbse und die Sonne zur Orange wird! Ein kleiner Fingerhut voll Wasser im Münchner Olympiastadion unterm imposanten Zeltdach verspritzt: Das ist vergleichsweise die gesamte Materie, die sich in unserem Planetensystem befindet."
Viel und doch nicht viel. Wie man's nimmt. Das meiste ist also Leere (Zustand, der (analog dazu) in den Köpfen vieler vorherrscht, by the way).
(Was ist dagegen irgendein Ding, auf das mancher so stolz ist?!)
Doch wie geht es weiter im All? Der nächste Stern ist ALPHA CENTAURI (An dieser Stelle möchte ich die wunderbare sowie geistreiche Fernsehserie von PROF. H. LESCH jedem anempfehlen, der sich für das große Ganze interessiert.). Also wie geht's da draußen weiter? Als nächstes stoßen wir auf ALPHA CENTAURI, unsere Nachbarsonne. Entfernung: "lächerliche" 40 Billionen Kilometer. Das ist eine 4 mit ganz vielen Nullen (viel mehr, als es auf der Erde gibt, by the way). Oder kurz: 4 Lichtjahre.
Dann kommt wieder eine Weile nichts, bis wir auf unserer Reise zu BARNARDS STERN kommen, der sogar einen Planeten hat! Entfernung: 6 Lichtjahre. Dann kommt SIRIUS (9 LJ), ATAIR (16 LJ) und WEGA (26 LJ). Und so geht es immer weiter ad infinitum bis in alle Ewigkeit.
(An dieser Stelle kann ich nicht umhin, an die SF-Serie "INVASION VON DER WEGA" zu erinnern, die in den frühen 70ern im t.v. lief. Die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern. Es gab ja damals noch nicht so viel im Fernsehen, und man war froh über alles, was in der Kiste lief.)
O.k., so geht das jedenfalls weiter durch die ganze Galaxis, die einen Durchmesser von 100 000 LJ und eine Dicke von 20 000 LJ hat (ganz schön dick, die Milchstraße!).
Ja, wie geht's dann weiter. Dann kommt erst mal wieder jede Menge nichts und dann: Der ANDROMEDANEBEL, unsere Nachbargalaxis. Entfernung: 2 Millionen LJ!
Der Chinese SU-SHU-HUANG (oder so) hat übrigens ausgerechnet (wie?), daß vermutlich jeder 17. Stern unserer Milchstraße (=6 % unserer Nachbarsonnen) einen Planeten besitzt, wo es intelligentes Leben geben könnte. Aufgrund dieser Überlegungen ist mit der nächsten Zivilisation so in ca.18 LJ (180 Billionen km) Entfernung zu rechnen. Das heißt, daß wir uns wahrscheinlich nie begegnen werden und für alle Zeit von der Pelle bleiben. Eine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, wäre allerdings der Funkverkehr, jedoch würde ein solches "Telefonat" ein wenig dauern. Hier stellt sich nun das Problem der richtigen Frequenz. W. FUCHS macht folgenden Vorschlag:
"Angenommen, es gibt bereits extraterrestrische (außerirdische) Zivilisationen, die miteinander im Funkgespräch sind, so könnten wir auf der Erde ja versuchen, in den entsprechenden Signalstrom 'hineinzuhören'."
Und in diesem Sinne fährt er fort:
"Falls nämlich intelligente Außerirdische auf die Idee gekommen wären, Kontaktsignale auszustrahlen, dann hätten sie es vermutlich auch einmal 'Richtung Erde' versucht. Unsere Sonne gehört ja schließlich auch zu den Sternen mit breiter Ökosphäre: Für extraterrestrische Intelligenzler liegt daher der Schluß nahe, daß auch sie einen 'lebensverdächtigen' Planeten besitzt..."
(Ich würde allerdings den armen Aliens von einem Besuch bei uns dringend abraten!)
Und W. FUCHS folgert:
"Wir haben gesehen, daß die Existenz zahlreicher außerirdischer Zivilisationen innerhalb der Milchstraße weitaus plausibler scheint als die Einzigartigkeit unserer irdischen Zivilisation."
(Auch wenn dies der Religion nicht gefällt.)
Dann wird W. FUCHS etwas optimistisch:
"Wenn wir überhaupt eine technische Möglichkeit eines solchen interstellaren Radiokontaktes anerkennen-und es gibt kaum ein vernünftiges Argument, das dagegen spricht-, dann existiert ein solcher Funkverkehr bereits zwischen anderen Zivilisationen."
(Ob die wohl genauso viel reden wie wir?)
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WALTER R. FUCHS: LEBEN UNTER FERNEN STERNEN?-DROEMER-KNAUR, MÜNCHEN 1973, S. 24-29.
W. FUCHS war Sachbuchautor und verstarb früh (geb. 1937 in Princeton/ New Jersey, gest. München 1976).
Bekannt wurde FUCHS durch seine zahlreichen Veröffentlichungen und durch das "TELEKOLLEG", das er 1966 begann.
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R.
Dienstag, 20. August 2013
COCOS ISLAND: DIE SUCHE GEHT WEITER...
Der nächste, der, wie es R. OSTLER ausdrückt, vom Virus der COCOS-INSEL befallen wurde, war ein gewisser NICHOLAS FITZGERALD. Dieser war völlig davon überzeugt, den Schlüssel zu dem Geheimnis zu haben. Ein "würdiger" Nachfolger GISSLERS! FITZGERALD schrieb an den britischen ADMIRAL CURZON-HOWE einen Brief, worin er ihm mitteilte, daß er von dem schiffbrüchigen Seemann JOHN KEATING erfahren habe, daß auf der COCOS-INSEL ein Schatz liege. Dieser bestehe aus mehreren Kisten voll mit Münzen, Gold-und Silberbarren. Auch eine goldene Statue der Madonna sei dabei. Doch es kommt nicht zur Einigung. Ein anderer Admiral schließt mit FITZGERALD einen Vertrag. Dieser trägt den klangvollen Namen ST. LEGER BURY PALLISER und wurde vorzeitig in Rente geschickt, weil er ein Flagschiff für die Schatzsuche auf COCOS ISLAND zweckentfremdet hatte! PALLISER war also nicht mehr tragbar (weil unzurechnungsfähig, wie ich vermute). Großzügig wie er war, gewährte er FITZGERALD ganze 5 % als Anteil an der künftigen Beute! In einem Brief vom 23. 5. 1898 teilt FITZGERALD dem Admiral dennoch die Lage des Schatzes mit:
"Folge der Küstenlinie der Bucht im Nordosten der Insel, bis Du an einen Bach kommst. Von der Hochwassermarke dieses Baches aus folge dem Lauf des Flusses 70 Schritte landeinwärts in südwestlicher Richtung. An diesem Punkt, und nur an diesem, ist eine Lücke in den Hügeln sichtbar. Wenn man sich nun nach Norden wendet und den Fluß überquert, sieht man einen hohen Felsen, glatt wie eine Wand. In der Seite der Klippe, etwa in Schulterhöhe eines Mannes, ist ein kleiner Spalt zu sehen, in den man eine Brechstange stecken muß. Dann wird die Öffnung freigegeben, die zur Schatzhöhle führt, in der Gold-und Silbermünzen, Heiligenfiguren und Kirchengeräte sind."
FITZGERALD erwähnt noch, daß es sich um eine geniale Konstruktion handelt! Nach KEATING habe die Höhle die Maße 12mal 15 Fuß. Ein herumschwenkbarer Stein verschließt den Eingang. Dieser verdeckt eine Öffnung, durch die man in die Höhle kriechen kann. Wenn man die Öffnung wieder verschließt, ist von außen nichts zu sehen. KEATING stellte fest, daß es bei seinem zweiten Besuch auf der Insel einen Erdrutsch gegeben hatte. Dennoch konnte er den Eingang finden.
9. Aug. 1903: Die Expedition landet in der CHATHAM-BAY auf COCOS ISLAND. Man wühlt 10 Tage in der Erde. Resultat: null!
Wenig später: Ankunft der Expedition eines gewissen HAROLD GRAY. Auch er hatte von FITZGERALD eine Karte des Schatzes bekommen. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, aber in diesem Falle ging der Schuß nach hinten los: PALLISER taucht wieder auf, im Schlepptau der steinreiche EARL FITZWILLIAM, der wohl noch reicher werden wollen. Es kam, so OSTLER, zu wildwestähnlichen Szenen. Die Zeitungen schreiben: "Schatzsucher-Schlacht um Gold-Rivalisierende Expeditionen kämpfen auf der Cocos-Insel um legendäre Schätze".
Kurzum: Die Regierung von COSTA RICA entsandte ein Schnellboot und machte dem Treiben ein Ende. Schade, gerade jetzt, wo's spannend wurde.
---
R.
Der nächste, der, wie es R. OSTLER ausdrückt, vom Virus der COCOS-INSEL befallen wurde, war ein gewisser NICHOLAS FITZGERALD. Dieser war völlig davon überzeugt, den Schlüssel zu dem Geheimnis zu haben. Ein "würdiger" Nachfolger GISSLERS! FITZGERALD schrieb an den britischen ADMIRAL CURZON-HOWE einen Brief, worin er ihm mitteilte, daß er von dem schiffbrüchigen Seemann JOHN KEATING erfahren habe, daß auf der COCOS-INSEL ein Schatz liege. Dieser bestehe aus mehreren Kisten voll mit Münzen, Gold-und Silberbarren. Auch eine goldene Statue der Madonna sei dabei. Doch es kommt nicht zur Einigung. Ein anderer Admiral schließt mit FITZGERALD einen Vertrag. Dieser trägt den klangvollen Namen ST. LEGER BURY PALLISER und wurde vorzeitig in Rente geschickt, weil er ein Flagschiff für die Schatzsuche auf COCOS ISLAND zweckentfremdet hatte! PALLISER war also nicht mehr tragbar (weil unzurechnungsfähig, wie ich vermute). Großzügig wie er war, gewährte er FITZGERALD ganze 5 % als Anteil an der künftigen Beute! In einem Brief vom 23. 5. 1898 teilt FITZGERALD dem Admiral dennoch die Lage des Schatzes mit:
"Folge der Küstenlinie der Bucht im Nordosten der Insel, bis Du an einen Bach kommst. Von der Hochwassermarke dieses Baches aus folge dem Lauf des Flusses 70 Schritte landeinwärts in südwestlicher Richtung. An diesem Punkt, und nur an diesem, ist eine Lücke in den Hügeln sichtbar. Wenn man sich nun nach Norden wendet und den Fluß überquert, sieht man einen hohen Felsen, glatt wie eine Wand. In der Seite der Klippe, etwa in Schulterhöhe eines Mannes, ist ein kleiner Spalt zu sehen, in den man eine Brechstange stecken muß. Dann wird die Öffnung freigegeben, die zur Schatzhöhle führt, in der Gold-und Silbermünzen, Heiligenfiguren und Kirchengeräte sind."
FITZGERALD erwähnt noch, daß es sich um eine geniale Konstruktion handelt! Nach KEATING habe die Höhle die Maße 12mal 15 Fuß. Ein herumschwenkbarer Stein verschließt den Eingang. Dieser verdeckt eine Öffnung, durch die man in die Höhle kriechen kann. Wenn man die Öffnung wieder verschließt, ist von außen nichts zu sehen. KEATING stellte fest, daß es bei seinem zweiten Besuch auf der Insel einen Erdrutsch gegeben hatte. Dennoch konnte er den Eingang finden.
9. Aug. 1903: Die Expedition landet in der CHATHAM-BAY auf COCOS ISLAND. Man wühlt 10 Tage in der Erde. Resultat: null!
Wenig später: Ankunft der Expedition eines gewissen HAROLD GRAY. Auch er hatte von FITZGERALD eine Karte des Schatzes bekommen. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, aber in diesem Falle ging der Schuß nach hinten los: PALLISER taucht wieder auf, im Schlepptau der steinreiche EARL FITZWILLIAM, der wohl noch reicher werden wollen. Es kam, so OSTLER, zu wildwestähnlichen Szenen. Die Zeitungen schreiben: "Schatzsucher-Schlacht um Gold-Rivalisierende Expeditionen kämpfen auf der Cocos-Insel um legendäre Schätze".
Kurzum: Die Regierung von COSTA RICA entsandte ein Schnellboot und machte dem Treiben ein Ende. Schade, gerade jetzt, wo's spannend wurde.
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R.
AUGUST GISSLER UND DIE COCOS-INSEL: NICHTS WIE HIN, DA GIBT ES GELD!
AUGUST GISSLER gründete also, wie wir gehört haben, eine "uneigennützige" und für seinen Geldbeutel äußerst sinnvolle Gesellschaft zur Bereicherung seiner selbst. Mit 13 "Individuen" erreicht er mit der Brigg "WILHELMINA" die COCOS-INSEL.
REINHOLD OSTLER schreibt:
"Dies sollte der Beginn einer vierjährigen Rekordschatzsuche werden; einer Suche, die den Deutschen August Gissler zu einem Besessenen machte und den Rest seines Lebens bestimmte."
Wohl dem, der eine Lebensaufgabe hat. Viele haben ja überhaupt nichts und langweilen sich zu Tode.
Doch GISSLER wäre nicht GISSLER gewesen, wenn er sich mit dem bisher Erreichten begnügt hätte. Er fuhr zurück nach Germany. Dort suchte er weitere Verrückte, um die Insel zu besiedeln. Damit alles korrekt zugeht, gründete er gleich noch einen Verein: die "COCOS ISLAND PLANTATION COMPANY", eine Aktiengesellschaft!
Man glaubt es kaum, aber 50 Familien waren bereit, auf die Insel zu ziehen! Dort bauen sie sogar eine Siedlung. Dann wühlen sie systematisch die "arme" Insel um. Doch keine Spur von dem Schatz. Frustriert verlassen sie wieder die Insel, nur einer bleibt: AUGUST GISSLER, der Standhafte oder vielleicht besser "the fool on the island". Seine Frau Klara teilt seine "Robinsonade". Jeder kennt den Song: "Stand by your man!"
Weitere Expeditionen folgen, die auch nichts finden. GISSLER "grinst sich eins". Er ist jetzt sogar Gouverneur der Insel. Der Staat Costa Rica hatte ihn dazu gemacht. Es gibt ein Bild, wo er in Napoleon-Pose in seinem Haus zu sehen ist. Er trägt eine Kapitänsuniform!
Doch nach 17 Jahren hat auch der hartnäckige GISSLER "den Kanal voll" und wandert mit seiner Frau in die Staaten aus.
Seine Ausbeute: reiche Erfahrung, 33 spanische Dublonen, 1 goldener Handschuh. GISSLER stirbt mit 75 in New York-völlig verarmt! Heutzutage, wo jeder aus seinen peinlichen und unappetitlichen Erfahrungen ein "Buch" (besser: Elaborat) machen läßt, hätte GISSLER seine Story zu Geld machen können. Es gibt schlechtere Geschichten, wie ich finde!
Seine letzten Worte lauteten:
"Auf der Cocos-Insel liegen unermeßliche Schätze, davon bin ich überzeugt. Wenn ich könnte, würde ich sofort wieder mit der Suche beginnen."
AUGUST GISSLER: Ein Unverbesserlicher, aber auch irgendwie geradlinig und fast rührend in seinem Bemühen, ein zackiger Deutscher und vor allem: stur bis zum Ende. Ein Mann, der nie an sich zweifelte!
---
R.
AUGUST GISSLER gründete also, wie wir gehört haben, eine "uneigennützige" und für seinen Geldbeutel äußerst sinnvolle Gesellschaft zur Bereicherung seiner selbst. Mit 13 "Individuen" erreicht er mit der Brigg "WILHELMINA" die COCOS-INSEL.
REINHOLD OSTLER schreibt:
"Dies sollte der Beginn einer vierjährigen Rekordschatzsuche werden; einer Suche, die den Deutschen August Gissler zu einem Besessenen machte und den Rest seines Lebens bestimmte."
Wohl dem, der eine Lebensaufgabe hat. Viele haben ja überhaupt nichts und langweilen sich zu Tode.
Doch GISSLER wäre nicht GISSLER gewesen, wenn er sich mit dem bisher Erreichten begnügt hätte. Er fuhr zurück nach Germany. Dort suchte er weitere Verrückte, um die Insel zu besiedeln. Damit alles korrekt zugeht, gründete er gleich noch einen Verein: die "COCOS ISLAND PLANTATION COMPANY", eine Aktiengesellschaft!
Man glaubt es kaum, aber 50 Familien waren bereit, auf die Insel zu ziehen! Dort bauen sie sogar eine Siedlung. Dann wühlen sie systematisch die "arme" Insel um. Doch keine Spur von dem Schatz. Frustriert verlassen sie wieder die Insel, nur einer bleibt: AUGUST GISSLER, der Standhafte oder vielleicht besser "the fool on the island". Seine Frau Klara teilt seine "Robinsonade". Jeder kennt den Song: "Stand by your man!"
Weitere Expeditionen folgen, die auch nichts finden. GISSLER "grinst sich eins". Er ist jetzt sogar Gouverneur der Insel. Der Staat Costa Rica hatte ihn dazu gemacht. Es gibt ein Bild, wo er in Napoleon-Pose in seinem Haus zu sehen ist. Er trägt eine Kapitänsuniform!
Doch nach 17 Jahren hat auch der hartnäckige GISSLER "den Kanal voll" und wandert mit seiner Frau in die Staaten aus.
Seine Ausbeute: reiche Erfahrung, 33 spanische Dublonen, 1 goldener Handschuh. GISSLER stirbt mit 75 in New York-völlig verarmt! Heutzutage, wo jeder aus seinen peinlichen und unappetitlichen Erfahrungen ein "Buch" (besser: Elaborat) machen läßt, hätte GISSLER seine Story zu Geld machen können. Es gibt schlechtere Geschichten, wie ich finde!
Seine letzten Worte lauteten:
"Auf der Cocos-Insel liegen unermeßliche Schätze, davon bin ich überzeugt. Wenn ich könnte, würde ich sofort wieder mit der Suche beginnen."
AUGUST GISSLER: Ein Unverbesserlicher, aber auch irgendwie geradlinig und fast rührend in seinem Bemühen, ein zackiger Deutscher und vor allem: stur bis zum Ende. Ein Mann, der nie an sich zweifelte!
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R.
Montag, 19. August 2013
MANOEL CABRAL ERZÄHLT...
1880 befindet sich AUGUST GISSLER auf dem Auswandererschiff "Highflyer" mit Kurs auf Australien. Dort trifft er auf den Portugiesen MANOEL CABRAL. Dieser erzählt ihm, daß er eine Insel kenne, wo ein Schatz vergraben liege! GISSLER wittert fette Beute und ist sofort hellauf begeistert. Der mitteilsame CABRAL erzählt ihm nun die ganze Geschichte:
CABRALS Großvater PEDRO war ein Seemann, den man zum Dienst gezwungen hatte. Dann brach eine Meuterei aus, und ein brutaler Typ namens BONITO ernannte sich selbst zum Kapitän. Drei Jahre lang unternimmt dieser Überfälle (s.o.), dann faßte er den Entschluß, nach Acapulco zu segeln. Vorher mußte er allerdings ein gutes Versteck für seine Schätze suchen.
Bei REINHOLD OSTLER liest man diese romantische Beschreibung der Insel:
"Diese Gelegenheit bot sich von selbst, als einige hundert Meilen vor Acapulco eine dichtbewachsene Insel aus einer Wolkenbank auftauchte. Schon von weitem konnte man einen Wasserfall sehen, der aus etwa einhundert Metern steil herabfiel. Die Insel war bergig und an der Küste stiegen steile Klippen hoch."
Man ankerte neben einem konischen Felsen, und der Kapitän umsegelte mit dem Beiboot die Insel. Schließlich wurden fünf Bootsladungen in der kleinen Bucht an Land gebracht. Zusammen mit PEDRO CABRAL suchte der Kapitän nun einen geeigneten Platz für ein Versteck für die Beute. Der Kapitän wollte den Schatz an dem Wasserfall vergraben. Sie marschierten am Ufer eines kleinen Flusses entlang. Als sie auf dem Rückweg an einem Palmenwald vorbeikamen, entschied sich BONITO dafür. CABRAL holte inzwischen die Männer. Diese gruben ein Loch, und der Schatz wurde darin versenkt. Dann ermittelte der Kapitän die Position. Auch CABRAL tat dies, so gut er konnte. Dabei benutzte er die Flußmündung und den konischen Felsen. Dann gingen sie zur Brigg zurück, um noch weitere Kisten zu holen. Diese wurden auch in das Wäldchen gebracht. Dabei liefen sie an einem Bach entlang. Nicht weit von einem großen Baum am Fuß eines Hügels mußte CABRAL ein Loch graben und den Schatz hineinlegen. Dann wurde ein Felsen darübergewälzt. CABRAL zählte heimlich die Schritte vom Baum bis zum Loch: Es waren 75. Vom Palmenwäldchen bis zu großen Baum zählte er 160.
Kurz nach diesen Ereignissen legten sie ab, umfuhren die Südspitze der Insel und nahmen Kurs auf Acapulco.
MANOEL CABRAL hatte einen Brief seines Großvaters, in dem all dies aufgeschrieben war. PEDRO CABRAL und einige andere wurden losgeschickt, um die Lage in Acapulco zu peilen. Von diesem Trip kehrten sie jedoch nicht zurück. Als sie Monate später versuchen ein Schiff zu finden, erfahren sie, daß BONITOS crew der Prozeß gemacht wird.
GISSLER war-wie gesagt-begeistert. Er war geradezu besessen. Er hatte jetzt nur noch einen Gedanken: das Gold der Piraten zu finden! 1888 gründet er in Puntarenas eigens eine Gesellschaft. Diese hatte das "hehre" Ziel, den Schatz zu finden und GISSLER zu bereichern.-
---
R.
1880 befindet sich AUGUST GISSLER auf dem Auswandererschiff "Highflyer" mit Kurs auf Australien. Dort trifft er auf den Portugiesen MANOEL CABRAL. Dieser erzählt ihm, daß er eine Insel kenne, wo ein Schatz vergraben liege! GISSLER wittert fette Beute und ist sofort hellauf begeistert. Der mitteilsame CABRAL erzählt ihm nun die ganze Geschichte:
CABRALS Großvater PEDRO war ein Seemann, den man zum Dienst gezwungen hatte. Dann brach eine Meuterei aus, und ein brutaler Typ namens BONITO ernannte sich selbst zum Kapitän. Drei Jahre lang unternimmt dieser Überfälle (s.o.), dann faßte er den Entschluß, nach Acapulco zu segeln. Vorher mußte er allerdings ein gutes Versteck für seine Schätze suchen.
Bei REINHOLD OSTLER liest man diese romantische Beschreibung der Insel:
"Diese Gelegenheit bot sich von selbst, als einige hundert Meilen vor Acapulco eine dichtbewachsene Insel aus einer Wolkenbank auftauchte. Schon von weitem konnte man einen Wasserfall sehen, der aus etwa einhundert Metern steil herabfiel. Die Insel war bergig und an der Küste stiegen steile Klippen hoch."
Man ankerte neben einem konischen Felsen, und der Kapitän umsegelte mit dem Beiboot die Insel. Schließlich wurden fünf Bootsladungen in der kleinen Bucht an Land gebracht. Zusammen mit PEDRO CABRAL suchte der Kapitän nun einen geeigneten Platz für ein Versteck für die Beute. Der Kapitän wollte den Schatz an dem Wasserfall vergraben. Sie marschierten am Ufer eines kleinen Flusses entlang. Als sie auf dem Rückweg an einem Palmenwald vorbeikamen, entschied sich BONITO dafür. CABRAL holte inzwischen die Männer. Diese gruben ein Loch, und der Schatz wurde darin versenkt. Dann ermittelte der Kapitän die Position. Auch CABRAL tat dies, so gut er konnte. Dabei benutzte er die Flußmündung und den konischen Felsen. Dann gingen sie zur Brigg zurück, um noch weitere Kisten zu holen. Diese wurden auch in das Wäldchen gebracht. Dabei liefen sie an einem Bach entlang. Nicht weit von einem großen Baum am Fuß eines Hügels mußte CABRAL ein Loch graben und den Schatz hineinlegen. Dann wurde ein Felsen darübergewälzt. CABRAL zählte heimlich die Schritte vom Baum bis zum Loch: Es waren 75. Vom Palmenwäldchen bis zu großen Baum zählte er 160.
Kurz nach diesen Ereignissen legten sie ab, umfuhren die Südspitze der Insel und nahmen Kurs auf Acapulco.
MANOEL CABRAL hatte einen Brief seines Großvaters, in dem all dies aufgeschrieben war. PEDRO CABRAL und einige andere wurden losgeschickt, um die Lage in Acapulco zu peilen. Von diesem Trip kehrten sie jedoch nicht zurück. Als sie Monate später versuchen ein Schiff zu finden, erfahren sie, daß BONITOS crew der Prozeß gemacht wird.
GISSLER war-wie gesagt-begeistert. Er war geradezu besessen. Er hatte jetzt nur noch einen Gedanken: das Gold der Piraten zu finden! 1888 gründet er in Puntarenas eigens eine Gesellschaft. Diese hatte das "hehre" Ziel, den Schatz zu finden und GISSLER zu bereichern.-
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R.
Samstag, 17. August 2013
DER KIRCHENSCHATZ VON LIMA: DIE KIRCHE HATTE IMMER SCHON ZUVIEL KOHLE
Als im 19. Jh. Südamerika die Unabhängigkeit von Spanien anstrebte, wurde die Lage in LIMA brenzlig. Eilends schaffte man das Gold und Silber sowie den Kirchenschatz auf die REY-FELIPE-ZITADELLE. Doch auch dieser Ort war nicht mehr sicher. Also verlud man den ganzen Krempel auf die "DEAR MARY" des KAPITÄN JACK THOMPSON, Dieser galt als zuverlässig. Ein fataler Denkfehler, wie sich später noch herausstellen sollte. Nach einigen Tagen auf See zettelte nämlich der Maat des Schiffes eine Meuterei an. Grund war, wie sollte es anders sein, das Geld. 5 Priester und ein Kazike, die an Bord waren, mußten dran glauben und wurden ins Meer geworfen! THOMPSON selbst blieb nichts anderes übrig, als mitzumachen, wenn ihm sein Leben lieb war.
Und nun kommt wieder "unsere" Insel ins Spiel. Die "DEAR MARY" nahm Kurs auf die unbewohnte COCOS-INSEL, die als Frischwasserdepot (aber auch als gutes Versteck) von "gewissen Leuten" begehrt und geschätzt war. In der BAHIA CHATHAM ging man vor Anker. Dort wurden 11 Bootsladungen an Land gebracht (33 Tonnen Gewicht!) und gut versteckt-so gut, daß Hunderte (!) von Expeditionen rein gar nichts gefunden haben!
3 Tage später: Die "DEAR MARY" wird von der "ESPIEGLE" aufgebracht. Verdammtes Pech für THOMPSON! Die Mannschaft hatte noch viel mehr Pech. Prozeß in Panama, Ausgang stand-wie immer- schon vorher fest, alle wurden gehängt! Nur THOMPSON und sein "sauberer" Maat ließ man laufen, wenn sie das Versteck verraten würden. Diese "machten einen auf begeistert", doch kaum auf der Insel, war dieser "Enthusiasmus" "etwas" gedämpft. THOMPSON und sein Kumpan machten sich vom Acker und verschwanden auf Nimmerwiedersehen im Dschungel. Trotz tagelanger Suche, waren die beiden wie vom Erdboden verschluckt!
Einige Jahre danach tauchte THOMPSON krank und heruntergekommen in Neufundland auf! Ein gewisser JOHN KEATING kümmerte sich um ihn. Dafür schenkte ihm THOMPSON eine Skizze! Auf dieser war die Beschreibung eines Schatzverstecks. KEATING (nicht faul) organisiert eine Expedition zur COCOS-INSEL. Nach eigenen Angaben hätte er keine Probleme gehabt, die Höhle und den Schatz zu finden.
KEATING scheint tatsächlich etwas gefunden zu haben, denn er besaß eine große Menge von Goldmünzen. Außerdem vererbte er seiner Frau zwei Millionen Dollar und eine Konservenfabrik.
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QUELLE: REINHOLD OSTLER
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R.
Als im 19. Jh. Südamerika die Unabhängigkeit von Spanien anstrebte, wurde die Lage in LIMA brenzlig. Eilends schaffte man das Gold und Silber sowie den Kirchenschatz auf die REY-FELIPE-ZITADELLE. Doch auch dieser Ort war nicht mehr sicher. Also verlud man den ganzen Krempel auf die "DEAR MARY" des KAPITÄN JACK THOMPSON, Dieser galt als zuverlässig. Ein fataler Denkfehler, wie sich später noch herausstellen sollte. Nach einigen Tagen auf See zettelte nämlich der Maat des Schiffes eine Meuterei an. Grund war, wie sollte es anders sein, das Geld. 5 Priester und ein Kazike, die an Bord waren, mußten dran glauben und wurden ins Meer geworfen! THOMPSON selbst blieb nichts anderes übrig, als mitzumachen, wenn ihm sein Leben lieb war.
Und nun kommt wieder "unsere" Insel ins Spiel. Die "DEAR MARY" nahm Kurs auf die unbewohnte COCOS-INSEL, die als Frischwasserdepot (aber auch als gutes Versteck) von "gewissen Leuten" begehrt und geschätzt war. In der BAHIA CHATHAM ging man vor Anker. Dort wurden 11 Bootsladungen an Land gebracht (33 Tonnen Gewicht!) und gut versteckt-so gut, daß Hunderte (!) von Expeditionen rein gar nichts gefunden haben!
3 Tage später: Die "DEAR MARY" wird von der "ESPIEGLE" aufgebracht. Verdammtes Pech für THOMPSON! Die Mannschaft hatte noch viel mehr Pech. Prozeß in Panama, Ausgang stand-wie immer- schon vorher fest, alle wurden gehängt! Nur THOMPSON und sein "sauberer" Maat ließ man laufen, wenn sie das Versteck verraten würden. Diese "machten einen auf begeistert", doch kaum auf der Insel, war dieser "Enthusiasmus" "etwas" gedämpft. THOMPSON und sein Kumpan machten sich vom Acker und verschwanden auf Nimmerwiedersehen im Dschungel. Trotz tagelanger Suche, waren die beiden wie vom Erdboden verschluckt!
Einige Jahre danach tauchte THOMPSON krank und heruntergekommen in Neufundland auf! Ein gewisser JOHN KEATING kümmerte sich um ihn. Dafür schenkte ihm THOMPSON eine Skizze! Auf dieser war die Beschreibung eines Schatzverstecks. KEATING (nicht faul) organisiert eine Expedition zur COCOS-INSEL. Nach eigenen Angaben hätte er keine Probleme gehabt, die Höhle und den Schatz zu finden.
KEATING scheint tatsächlich etwas gefunden zu haben, denn er besaß eine große Menge von Goldmünzen. Außerdem vererbte er seiner Frau zwei Millionen Dollar und eine Konservenfabrik.
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QUELLE: REINHOLD OSTLER
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R.
KAPITÄN VON EIGENEN GNADEN: DOMINICO PEDRO BENITEZ
KURS 5 GRAD 33 NORD UND 87, 04 GRAD WEST
Der Portugiesische Pirat BENITEZ war gar kein richtiger Kapitän, wäre aber so gern einer gewesen. Also ernannte er sich während einer Meuterei selber dazu. Dies geschah AD 1816. Das Schiff war die Fregatte RENAUD. Seine Mannschaft, allesamt feine Gentlemen, bestand vorwiegend aus Verbrechern der übelsten Sorte. 1817 machte er vor Kuba einen Beutezug, der nicht viel einbrachte außer den "Künstlernamen" "BONITO vom blutigen Schwert".Mit der erbeuteten Brigg RELAMPAGO machte er fortan den Golf von Mexiko unsicher. Auch hier erwies er sich als "Meister der Erfolglosigkeit". Zu allem Elend verfolgten ihn auch noch zwei englische Fregatten und ein Kriegsschiff (ein bißchen viel auf einmal, zumal für einen erfolglosen Piraten). Im Fliehen anscheinend besser als im Beutemachen, gelang ihm die Flucht um das Kap Horn. Kaum im Pazifik, ging er wieder seinem Job als Pirat nach. Diesmal hatte er mehr Glück: 1818 und 1820 machte er Überfälle, die sich sehen lassen konnten. 1819 überfiel er einen Treck von Mauleseln (arme Tiere!). Beute: in Millionenhöhe! Dann: Überfall auf zwei Galeonen (ROSARIO und ESPRANZA). Beute: Goldmünzen und Goldbarren.
Dann legte BONITO eine Künstlerpause ein: Er fährt zur COCOS-INSEL und bringt die Schätze in der Nähe einer halbmondförmigen Bucht an Land. Dort werden drei Löcher gegraben. In das erste werden 175 Tonnen Silbermünzen versenkt. Die Stelle wird markiert, indem auf einem Felsblock die Zeichen PD N2 240 ENIPW angebracht werden. In das zweite Loch (am anderen Ende des Strandes) werden 273 juwelenbesetzte Schwerter mit Goldgriffen gelegt und in das dritte Loch (ca. 30 m westlich vom zweiten) 783 Goldbarren. Versteck 2 und 3 wird mit "DEPOSITO PACIFICO 3+4 gekennzeichnet. Auch werden zwei große Cocospalmen mit einem X markiert und einige Hände Kupfernägel vergraben.
Dann gibt BONITO seinen Leuten erst einmal Urlaub. Es läßt fässerweise Rum springen, und es kommt zum obligatorischen Besäufnis, das in Streit endet. Ergebnis: 34 Tote und 17 Schwerverletzte!- Am nächsten Tag segelt die RELAMPAGO ab, Kurs Süden nach Acapulco und von da in die Karibik. Und jetzt kommt das bittere Ende in Form eines englischen Kriegsschiffes. Die Mannschaft wird überwältigt und nach Jamaica gebracht. Dort wird kurzer Prozeß gemacht (war damals so üblich). BONITO jedoch hatte keine Lust auf die englische Gastfreundschaft und hatte sich vorher auf seinem Schiff eine Kugel in den Kopf geschossen. Keiner seiner sauberen Crew konnte (weil zu blöd) oder, wie ich glaube, wollte vor Gericht etwas zur Position des Schatzversteckes sagen. Im zweiten Falle handelten nach dem Prinzip "Maul halten!
Reden ist Silber, Schweigen Gold.
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QUELLE: REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR. GEHEIMNIS, GOLD UND ABENTEUER. PIETSCH VERLAG STUTTGART O. J.
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R.
KURS 5 GRAD 33 NORD UND 87, 04 GRAD WEST
Der Portugiesische Pirat BENITEZ war gar kein richtiger Kapitän, wäre aber so gern einer gewesen. Also ernannte er sich während einer Meuterei selber dazu. Dies geschah AD 1816. Das Schiff war die Fregatte RENAUD. Seine Mannschaft, allesamt feine Gentlemen, bestand vorwiegend aus Verbrechern der übelsten Sorte. 1817 machte er vor Kuba einen Beutezug, der nicht viel einbrachte außer den "Künstlernamen" "BONITO vom blutigen Schwert".Mit der erbeuteten Brigg RELAMPAGO machte er fortan den Golf von Mexiko unsicher. Auch hier erwies er sich als "Meister der Erfolglosigkeit". Zu allem Elend verfolgten ihn auch noch zwei englische Fregatten und ein Kriegsschiff (ein bißchen viel auf einmal, zumal für einen erfolglosen Piraten). Im Fliehen anscheinend besser als im Beutemachen, gelang ihm die Flucht um das Kap Horn. Kaum im Pazifik, ging er wieder seinem Job als Pirat nach. Diesmal hatte er mehr Glück: 1818 und 1820 machte er Überfälle, die sich sehen lassen konnten. 1819 überfiel er einen Treck von Mauleseln (arme Tiere!). Beute: in Millionenhöhe! Dann: Überfall auf zwei Galeonen (ROSARIO und ESPRANZA). Beute: Goldmünzen und Goldbarren.
Dann legte BONITO eine Künstlerpause ein: Er fährt zur COCOS-INSEL und bringt die Schätze in der Nähe einer halbmondförmigen Bucht an Land. Dort werden drei Löcher gegraben. In das erste werden 175 Tonnen Silbermünzen versenkt. Die Stelle wird markiert, indem auf einem Felsblock die Zeichen PD N2 240 ENIPW angebracht werden. In das zweite Loch (am anderen Ende des Strandes) werden 273 juwelenbesetzte Schwerter mit Goldgriffen gelegt und in das dritte Loch (ca. 30 m westlich vom zweiten) 783 Goldbarren. Versteck 2 und 3 wird mit "DEPOSITO PACIFICO 3+4 gekennzeichnet. Auch werden zwei große Cocospalmen mit einem X markiert und einige Hände Kupfernägel vergraben.
Dann gibt BONITO seinen Leuten erst einmal Urlaub. Es läßt fässerweise Rum springen, und es kommt zum obligatorischen Besäufnis, das in Streit endet. Ergebnis: 34 Tote und 17 Schwerverletzte!- Am nächsten Tag segelt die RELAMPAGO ab, Kurs Süden nach Acapulco und von da in die Karibik. Und jetzt kommt das bittere Ende in Form eines englischen Kriegsschiffes. Die Mannschaft wird überwältigt und nach Jamaica gebracht. Dort wird kurzer Prozeß gemacht (war damals so üblich). BONITO jedoch hatte keine Lust auf die englische Gastfreundschaft und hatte sich vorher auf seinem Schiff eine Kugel in den Kopf geschossen. Keiner seiner sauberen Crew konnte (weil zu blöd) oder, wie ich glaube, wollte vor Gericht etwas zur Position des Schatzversteckes sagen. Im zweiten Falle handelten nach dem Prinzip "Maul halten!
Reden ist Silber, Schweigen Gold.
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QUELLE: REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR. GEHEIMNIS, GOLD UND ABENTEUER. PIETSCH VERLAG STUTTGART O. J.
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R.
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