DER GRAF VON ST. GERMAIN: DER MANN, DER ALLES WEISS, UND NIEMALS STIRBT
(nach: JOHANNES VON BUTTLAR: DRACHENWEGE)
Der legendäre wie geheimnisvolle GRAF VON ST. GERMAIN galt als "der Mann, der alles weiß und niemals stirbt". So jedenfalls nannte ihn der Aufklärungsphilosoph VOLTAIRE, der mit dem Grafen korrespondierte. Es ist ein Brief vom 6. Juni 1761 erhalten, den VOLTAIRE mit dem vermutlich sich selbst verliehenen Titel "gentilhomme du Roy" unterzeichnet.
Wußte der geheimnisumwitterte und staunenswerte Graf wirklich alles? Nein, aber sehr viel war ihm bewußt. Er war viele Personen in einer: Alchemist, Philosoph, Literat, Komponist, sogar Geigenvirtuose etc.
Seine Herkunft war dubios. Er war der Mann ohne Geburtsurkunde und Totenschein.
1710 wurde er von der GRÄFIN DE GEORGY in Venedig gesehen. Als diese ihn 1758, also 48 Jahre später, am Hof von LUDWIG XV. wiedersah, sprach sie ihn darauf an. Die Gräfin glaubte, daß sie damals seinen Vater gesehen habe, doch der Graf verneinte dies! Doch sie ließ nicht locker. Dies könne unmöglich der Fall sein, denn der Graf, den sie damals getroffen habe, sei mindestens 45 Jahre alt gewesen. Dagegen schien ihr der Mann, mit dem sie sprach, noch nicht so alt zu sein.
Die Rechenkünste der skeptischen Gräfin brachten den Grafen jedoch in keiner Weise aus der Fassung. Unbeirrt antwortete er:
"Madame, ich bin sehr alt."
Die Gräfin folgerte messerscharf:
"Aber dann müssen Sie beinahe 100 Jahre alt sein."
Darauf der eloquente Graf:
"Das ist durchaus denkbar."
Das Gespräch wurde überliefert durch die Gräfin de B., eine Hofdame. Sie beschreibt den Grafen u.a. als Mann von besten Manieren, geistreich, unauffällig, aber geschmackvoll gekleidet, vielsprachig etc. (er solle sogar exotische Sprachen wie Sanskrit, Chinesisch und Arabisch gekonnt haben!). Auch sei er ein Klaviervirtuose gewesen sowie ein begnadeter Maler, der besondere Farben hergestellt habe!
Der Graf sei außerdem ein weitgereister Mann gewesen: Asien, Persien (1737-42), England (1745). In England geriet er unter den Verdacht der Spionage!
1749 war er am Wiener Hof. Dort überredete ihn ein gewisser GRAF DE BELLE-ISLE, mit ihm zusammen nach Paris zu reisen, um ihn dem König vorzustellen, der nach einem geistreichen Geprächspartner verlange.
Dort freundete er sich mit der berühmten MADAME DE POMPADOUR an. Mit dem König führte er Diskurse über Naturwissenschaft und über "seriöse" Themen wie Alchemie, das Lebenselexier und den "Stein der Weisen". ST. GERMAIN schenkte dem König eine Handvoll Diamanten, die er, so behauptete er, selbst hergestellt habe. Der Graf wußte, "wie man es macht". Prompt erhielt er ein Salär und Wohnrecht im Schloß Chambord (440 Zimmer!). Dort richtete er sich ein Labor ein, wo er mit dem König zusammen Experimente durchführte. Dadurch, so sagt man, sei der König von seinem "ennui" geheilt worden,was bestimmt nicht einfach gewesen sein dürfte. Denn groß ist der "ennui" des Königs!- Clever!
Die Wundertaten des Grafen werden von verschiedenen Autoren bezeugt: GRÄFIN DE GENLIS-BARON CHARLES-HENRY DE GLEICHEN-CASANOVA!
1755: Indienreise des Grafen (zum 2. Mal)
1757: Paris.
1758: Er habe das Lebenselexier entdeckt! (Wurde ja auch Zeit. Wir gratulieren dazu und glauben kein Wort.) Von da an hatte er gewaltigen Zulauf durch die Hofdamen, die etwas vom "ewigen Leben" abbekommen wollten.
1760: diplomatische Mission nach Den Haag; London-Deutschland-Rußland
1761: Briefwechsel mit VOLTAIRE (s.o.)
1762: Angeblich habe er beim Sturz des ZAREN PETER III eine Rolle gespielt und KATHARINA somit den Thron verschafft!-Rückkehr nach Paris-alchemistische Experimente in CHAMBORD.
1769: Berlin-Venedig-Rußland-Triesdorf (1774-76)-Leipzig und Dresden (1776)-Hamburg (1779)-Freundschaft zum LANDGRAFEN CARL VON HESSEN (dieser war natürlich Alchemist, Freimaurer und auch noch Rosenkreuzer)-gemeinsame Experimente im "Alchemistenturm" von Schloß Louisenlund (Eckernförde)
Zwischen 1776 und 79: Angeblicher Besuch bei FRIEDRICH DEM GROSSEN; dieser war allerdings nicht so leichtgläubig. Er nannte den Grafen "ein(en) Mann, den niemand in der Lage ist, zu verstehen."
MESMER, der den sog. "animalische Magnetismus" erfunden hat, wurde von ST. GERMAIN über das Unterbewußtsein aufgeklärt.
1783: Louisenlund-dort sei laut Kirchenbuch "der sich so nennende Graf von St. Germain und Weldona ('well done'=gut gemacht!) verstorben und in hiesiger Kirche still beigesetzt." Who wants to live forever!
Doch Totgesagte leben länger. Laut Protokoll der "Großen Sitzung des Freimaurerkongresses von Wilhelmsbad" (15. 2. 1785): ST. GERMAIN und LOUIS-CLAUDE DE SAINT MARTIN führen die Delegation der französischen Freimaurer an. (Wenn man tot ist, geht das ja schlecht.)
Weitere Zeugnisse: COMTESSE D'ADHÉMAR: SOUVENIRS DE MARIE-ANTOINETTE:
"Ich sah Monsieur de Saint Germain zu meiner unbeschreiblichen Überraschung immer wieder: 1793 bei der Hinrichtung der Königin; am Tag nach dem Tod des Herzogs von Enghien, 1804; im Januar 1813 und am Vorabend der Ermordung des Herzogs von Berri, 1820."
Ergebnis: ST. GERMAIN war mindestens 155 Jahre alt!!!
1788: Laut COMTESSE D'ADHÉMAR warnt der Graf den König und die Königin, daß dunkle Zeiten für die Monarchie kommen würden:
"Aber was er sagte, war für uns so unvorstellbar, daß wir ihm nicht glaubten..."
Als die Comtesse ihn fragte, woher er käme, wo er doch 1784 gestorben sei, habe er geantwortet
"Aus China und Japan."
1788, am Vorabend der Revolution, hatte er der Comtesse erklärt:
"Ich habe alles versucht, um die Ereignisse in eine andere Richtung zu lenken. Nun ist nichts mehr zu machen. Meine Hände sind durch eine Kraft gebunden, die stärker ist, als ich es bin. Es gibt Zeiten, in denen ich nie aufgeben würde, aber es gibt auch andere, in denen ER den Rückzug anordnet und ein Verstoß gegen Seinen Befehl nicht möglich ist. Solch eine Zeit ist jetzt angebrochen."
Feine Sache, wenn man auf Befehl einer höheren Macht agiert! War ST. GERMAIN gar ein Vertreter des "unsichtbaren Kollegiums", wie manche glauben?
Um 1790: der Freimaurer und Rosenkreuzer FRANZ GRÄFFEN schreibt über seine letzte Begegnung mit ST. GERMAIN. Dieser sprach:
"Ich scheide. Suche mich nicht. Irgendwann einmal wirst du mich wiedersehen. Morgen nacht bin ich außer Landes. Ich muß nach Konstantinopel, dann nach England, um zwei Erfindungen vorzubereiten, die im nächsten Jahrhundert gemacht werden-Eisenbahnen und Dampfschiffe, die für Deutschland geplant sind. Die Jahreszeiten werden sich langsam verändern-erst der Frühling, dann der Sommer. Das ist die schrittweise Wandlung der Zeit selbst, die Ankündigung, daß der jetzige Zyklus endet. Ich sehe dies alles. Glaube mir, Astrologen und Meteorologen wissen nichts, man muß die Pyramiden studiert haben, wie ich. Zu Ende dieses Jahrhunderts werde ich aus Europa verschwinden und mich in die Regionen des Himalaya begeben. Ich muß rasten, ausruhen. Genau in fünfundachtzig Jahren werden die Menschen ihren Blick wieder auf mich richten. Lebewohl, mein Freund."
---
Feine Sache, wenn man alles sieht. Und vergeßt nicht: immer schön die Pyramiden studieren!
---
(im Auftrag des Grafen ST. GERMAIN sowie auf höhere Weisung)
R.
Samstag, 7. September 2013
Samstag, 24. August 2013
COCOS ISLAND: LETZTE ÜBERLEGUNGEN
1.) Es ist unlogisch, schwere Schatzkisten allzu weit in die Insel hinein zu schleppen. Außerdem geht es ziemlich schnell bergauf. R. OSTLER meint:
"Zusätzlich kommt hinzu, daß die Verberger, also die Piraten, nicht unbedingt die schwere Arbeit liebten."
Geldgierig und faul!
2.) Die "DEAR MARY" hatte nur 15 Mann. (Ob dies etwas mit dem berühmten Piratensong aus "TREASURE ISLAND" zu tun hat? Jeder, der das Buch gelesen hat, kennt ihn:
"Fifteen men on the dead man's chest-
Yo-ho-ho, and a bottle of rum!"
3.) BONITO dagegen hatte zwar genug Leute, doch waren die alle nicht gerade "von Schaffhausen". OSTLER meint auch hier:
"...aber auch in diesem Fall wiegt das Argument der Faulheit und des Phlegmas schwer." (wie bei meinen Schülern, das sind aber keine Piraten)
4.) Das Wiederauffinden war an die genaue Kenntnis der Lage geknüpft. Logischer scheint die Aufteilung und das Verbergen an verschiedenen Plätzen.
5) Gründe für das Nicht-Wiederauffinden: Erdbeben oder, was OSTLER die "Duplizität der Örtlichkeit" nennt. Diesen Sachverhalt erklärt er in seinem "HANDBUCH FÜR SCHATZSUCHER".
6.) Die "DEAR MARY" und die "RELAMPAGO" ankerten nicht in der CHATHAM BAY oder in der WAFER BAY, sondern in der BAHIA ESPERANZA. Diese liegt im Süden der Insel und wurde weniger angelaufen. Man hatte dort also mehr Ruhe. Auch gibt es in dieser Bucht einen konischen Felsen, von dem bereits die Rede war. Für diese Theorie spricht eine Aussage CHABRALS:
"Wir lichteten schließlich den Anker, setzten Segel und umrundeten die südliche Spitze der Insel."
Auch erzählt CHABRAL von einem hohen Wasserfall. Seine Beschreibung paßt genau auf den Wasserfall in der BAHIA ESPERANZA.
7) Folgeungen:
a) Die Schätze bestanden aus größeren Mengen von Metall. Große Mengen davon ließen sich nicht auf einmal transportieren, da zu schwer und Piraten zu faul.
b) Die Verstecke waren nicht als Dauerdepots gedacht.
c) Man mußte sie problemlos und schnell wiederfinden können.
d) Dennoch sollte das Versteck sicher sein.
e) Ein Loch bei Ebbe am Strand zu graben, ist nonsense!
f) Das Inselinnere kommt auch nicht in Betracht (s.o.).
g) Daß die Beute im Wasser versenkt wurde, ist unwahrscheinlich, da Piraten wasserscheu sind! Auch wäre dies wegen der Haie sehr gefährlich.
h) Was bleibt sind natürliche oder künstliche HÖHLEN!
OSTLER meint:
"Natürliche Höhlen hatten den Vorteil, daß sie bereits vorhanden waren..."
Da hat er recht. Nachteil: Sie können gefunden werden. Auch das stimmt.
Weitere Möglichkeiten: Loch in Höhlenboden graben; Stollen in Berg graben; oder: man verteilt die Beute und vergräbt sie in kleinen Portionen innerhalb eines bestimmten Gebiets; Flußbett umleiten und Beute im Flußbett vergraben; ebenso: Wasserbecken; einsame Strände, vor denen Riffe sind.
i) Die meisten Steine mit Inschriften sind "fakes". Die Kompaßpeilung genügt. Doch BONITO und KEATING haben ZUSÄTZLICH Steine markiert. AUGUST GISSLER fand den von KEATING beschrifteten Stein in der CHATHAM-BAY (Beschriftung: 3 Pfeile, 1 paar Stiefel; Bedeutung: ungeklärt; wohl abstrakte Kunst).
Der Stein wurde später gesprengt!
Weitere Inschrift in der CHATHAM-BAY: Look Y. as you goe for ye S. Coco.
WAFER-BAY: Hinweiszeichen des KAPITÄN SMITH (langer Pfeil; Initialen C. Z.).
Die von BONITO beschrifteten Felsen konnten nicht gefunden werden.
Gründe: verwittert; mit Moos überwachsen; gesprengt.
j) Es gibt unzählige Schatzkarten. Vermutlich sind alle falsch! Erklärung:
"Jahrzehntelang hatten Teerjacken in sämtlichen Häfen von Bristol bis Port au Prince nichts besseres zu tun, als Dummen und Gutgläubigen die Kröten mit solchen angeblich 'echten Schatzkarten' aus der Tasche zu ziehen, um sich den nächsten Becher Rum damit zu finanzieren."
Außerdem: Warum sollte man eine solche Karte herstellen? Sie könnte ja in die falschen Hände fallen.
Auch Kompaßpeilungen sind problematisch: OSTLER wendet ein, daß sich die sog. "Mißweisung" ständig ändere und eine bezeichnete Stelle sich nach Jahren nicht mehr genau an derselben Stelle befinde (im Vergleich zur Original-Peilung).
Die Expedition marschierte schließlich durch die Insel zur CHATHAM BAY:
"Eines Tages stiegen wir über den steilen Gissler-Trail auf, um auf dem Landweg in die BAHIA CHATHAM zu gelangen. Der beschwerliche Weg, der jedoch eine herrliche Aussicht über den nördlichen Teil der Insel gewährt, führt über steile Bergrücken und durch schattige Täler in die Bucht, die den Kirchenschatz beherbergen soll."
In der Bucht lagen 1000e Steine mit Inschriften herum-die ältesten aus dem 16. Jh.! Jeder erzählt eine Geschichte oder berichtet von einem Schicksal. In der Nähe zeigte das Suchgerät große Mengen von Metall an, die jedoch unter Tonnen von Gestein lagen. Graben zwecklos! Das einzige, was sie fanden war alter Schrott! Der Bericht endet:
"Bis zur Brust im aufgewühlten Wasser der Wafer Bay stehend, verluden wir unsere Zargeskisten, umkreist von Haifinnen, in den Ohren das Tosen der Brandungsgischt, die sich an den Felsen brach. Stumm standen wir am Heck und blicken zurück auf die Insel, die sieben Wochen unser Zuhause war. Wehmütig hing jeder seinen Gedanken nach, und die Insel verabschiedete uns so, wie sie uns empfangen hatte: Sie weinte strömende Tränen. Unausgesprochen blieb, was jeder von uns dachte.
Eines Tages komme ich hierher zurück, um dieser Insel endgültig ihr Geheimnis zu entlocken. Bis dahin bleibt sie das, als was sie in die Geschichte einging und als was sie weltberühmt wurde: DIE SCHATZINSEL!"
---
So hatte eine kleine Insel sie alle geschafft und ihre hochfliegenden Pläne zunichte gemacht. Die berüchtigten Piratenkapitäne und sonstige "feine" Gentlemen, Abenteurer, Glücksritter und verrückte Millionäre. Finis.
---
LIT:
ALEXANDER EXQUEMELIN: DAS PIRATENBUCH VON 1678.
PETER DISCH-LAUXMAN: DIE AUTHENTISCHE GESCHICHTE VON STEVENSONS SCHATZINSEL.
FABIAN FISCHER: SCHÄTZE, FORSCHER, ABENTEURER.
A. FRANK: SCHIESSEISEN, SILBER UND SKELETTE.
Und wer es selber versuchen möchte: R. OSTLER: HANDBUCH FÜR SCHATZSUCHER (PIETSCH-DER VERLAG FÜR ABENTEUER)
(passend!)
---
QUELLE: REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR (GEHEIMNIS, GOLD UND ABENTEUER), PIETSCH VERLAG STUTTGART.
---
zusammengestellt von
R.
1.) Es ist unlogisch, schwere Schatzkisten allzu weit in die Insel hinein zu schleppen. Außerdem geht es ziemlich schnell bergauf. R. OSTLER meint:
"Zusätzlich kommt hinzu, daß die Verberger, also die Piraten, nicht unbedingt die schwere Arbeit liebten."
Geldgierig und faul!
2.) Die "DEAR MARY" hatte nur 15 Mann. (Ob dies etwas mit dem berühmten Piratensong aus "TREASURE ISLAND" zu tun hat? Jeder, der das Buch gelesen hat, kennt ihn:
"Fifteen men on the dead man's chest-
Yo-ho-ho, and a bottle of rum!"
3.) BONITO dagegen hatte zwar genug Leute, doch waren die alle nicht gerade "von Schaffhausen". OSTLER meint auch hier:
"...aber auch in diesem Fall wiegt das Argument der Faulheit und des Phlegmas schwer." (wie bei meinen Schülern, das sind aber keine Piraten)
4.) Das Wiederauffinden war an die genaue Kenntnis der Lage geknüpft. Logischer scheint die Aufteilung und das Verbergen an verschiedenen Plätzen.
5) Gründe für das Nicht-Wiederauffinden: Erdbeben oder, was OSTLER die "Duplizität der Örtlichkeit" nennt. Diesen Sachverhalt erklärt er in seinem "HANDBUCH FÜR SCHATZSUCHER".
6.) Die "DEAR MARY" und die "RELAMPAGO" ankerten nicht in der CHATHAM BAY oder in der WAFER BAY, sondern in der BAHIA ESPERANZA. Diese liegt im Süden der Insel und wurde weniger angelaufen. Man hatte dort also mehr Ruhe. Auch gibt es in dieser Bucht einen konischen Felsen, von dem bereits die Rede war. Für diese Theorie spricht eine Aussage CHABRALS:
"Wir lichteten schließlich den Anker, setzten Segel und umrundeten die südliche Spitze der Insel."
Auch erzählt CHABRAL von einem hohen Wasserfall. Seine Beschreibung paßt genau auf den Wasserfall in der BAHIA ESPERANZA.
7) Folgeungen:
a) Die Schätze bestanden aus größeren Mengen von Metall. Große Mengen davon ließen sich nicht auf einmal transportieren, da zu schwer und Piraten zu faul.
b) Die Verstecke waren nicht als Dauerdepots gedacht.
c) Man mußte sie problemlos und schnell wiederfinden können.
d) Dennoch sollte das Versteck sicher sein.
e) Ein Loch bei Ebbe am Strand zu graben, ist nonsense!
f) Das Inselinnere kommt auch nicht in Betracht (s.o.).
g) Daß die Beute im Wasser versenkt wurde, ist unwahrscheinlich, da Piraten wasserscheu sind! Auch wäre dies wegen der Haie sehr gefährlich.
h) Was bleibt sind natürliche oder künstliche HÖHLEN!
OSTLER meint:
"Natürliche Höhlen hatten den Vorteil, daß sie bereits vorhanden waren..."
Da hat er recht. Nachteil: Sie können gefunden werden. Auch das stimmt.
Weitere Möglichkeiten: Loch in Höhlenboden graben; Stollen in Berg graben; oder: man verteilt die Beute und vergräbt sie in kleinen Portionen innerhalb eines bestimmten Gebiets; Flußbett umleiten und Beute im Flußbett vergraben; ebenso: Wasserbecken; einsame Strände, vor denen Riffe sind.
i) Die meisten Steine mit Inschriften sind "fakes". Die Kompaßpeilung genügt. Doch BONITO und KEATING haben ZUSÄTZLICH Steine markiert. AUGUST GISSLER fand den von KEATING beschrifteten Stein in der CHATHAM-BAY (Beschriftung: 3 Pfeile, 1 paar Stiefel; Bedeutung: ungeklärt; wohl abstrakte Kunst).
Der Stein wurde später gesprengt!
Weitere Inschrift in der CHATHAM-BAY: Look Y. as you goe for ye S. Coco.
WAFER-BAY: Hinweiszeichen des KAPITÄN SMITH (langer Pfeil; Initialen C. Z.).
Die von BONITO beschrifteten Felsen konnten nicht gefunden werden.
Gründe: verwittert; mit Moos überwachsen; gesprengt.
j) Es gibt unzählige Schatzkarten. Vermutlich sind alle falsch! Erklärung:
"Jahrzehntelang hatten Teerjacken in sämtlichen Häfen von Bristol bis Port au Prince nichts besseres zu tun, als Dummen und Gutgläubigen die Kröten mit solchen angeblich 'echten Schatzkarten' aus der Tasche zu ziehen, um sich den nächsten Becher Rum damit zu finanzieren."
Außerdem: Warum sollte man eine solche Karte herstellen? Sie könnte ja in die falschen Hände fallen.
Auch Kompaßpeilungen sind problematisch: OSTLER wendet ein, daß sich die sog. "Mißweisung" ständig ändere und eine bezeichnete Stelle sich nach Jahren nicht mehr genau an derselben Stelle befinde (im Vergleich zur Original-Peilung).
Die Expedition marschierte schließlich durch die Insel zur CHATHAM BAY:
"Eines Tages stiegen wir über den steilen Gissler-Trail auf, um auf dem Landweg in die BAHIA CHATHAM zu gelangen. Der beschwerliche Weg, der jedoch eine herrliche Aussicht über den nördlichen Teil der Insel gewährt, führt über steile Bergrücken und durch schattige Täler in die Bucht, die den Kirchenschatz beherbergen soll."
In der Bucht lagen 1000e Steine mit Inschriften herum-die ältesten aus dem 16. Jh.! Jeder erzählt eine Geschichte oder berichtet von einem Schicksal. In der Nähe zeigte das Suchgerät große Mengen von Metall an, die jedoch unter Tonnen von Gestein lagen. Graben zwecklos! Das einzige, was sie fanden war alter Schrott! Der Bericht endet:
"Bis zur Brust im aufgewühlten Wasser der Wafer Bay stehend, verluden wir unsere Zargeskisten, umkreist von Haifinnen, in den Ohren das Tosen der Brandungsgischt, die sich an den Felsen brach. Stumm standen wir am Heck und blicken zurück auf die Insel, die sieben Wochen unser Zuhause war. Wehmütig hing jeder seinen Gedanken nach, und die Insel verabschiedete uns so, wie sie uns empfangen hatte: Sie weinte strömende Tränen. Unausgesprochen blieb, was jeder von uns dachte.
Eines Tages komme ich hierher zurück, um dieser Insel endgültig ihr Geheimnis zu entlocken. Bis dahin bleibt sie das, als was sie in die Geschichte einging und als was sie weltberühmt wurde: DIE SCHATZINSEL!"
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So hatte eine kleine Insel sie alle geschafft und ihre hochfliegenden Pläne zunichte gemacht. Die berüchtigten Piratenkapitäne und sonstige "feine" Gentlemen, Abenteurer, Glücksritter und verrückte Millionäre. Finis.
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LIT:
ALEXANDER EXQUEMELIN: DAS PIRATENBUCH VON 1678.
PETER DISCH-LAUXMAN: DIE AUTHENTISCHE GESCHICHTE VON STEVENSONS SCHATZINSEL.
FABIAN FISCHER: SCHÄTZE, FORSCHER, ABENTEURER.
A. FRANK: SCHIESSEISEN, SILBER UND SKELETTE.
Und wer es selber versuchen möchte: R. OSTLER: HANDBUCH FÜR SCHATZSUCHER (PIETSCH-DER VERLAG FÜR ABENTEUER)
(passend!)
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QUELLE: REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR (GEHEIMNIS, GOLD UND ABENTEUER), PIETSCH VERLAG STUTTGART.
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zusammengestellt von
R.
Freitag, 23. August 2013
COCOS ISLAND: BOMBER IN THE JUNGLE
Die Expedition von 1981 versuchte zunächst den Schatz von BONITO zu finden (der in der Ostecke der BAHIA WAFER vermutet wurde). Gemäß einer alten Skizze sollte am Ende einer Schlucht eine Höhle sein, worin sich angeblich Kisten befänden! Tagelang suchte man weiter. Schließlich stießen sie auf einen Felsen, auf dem Zeichen angebracht waren! Durch ein felsiges Bachbett gelangten sie zu der eingezeichneten Stelle. Dann betraten die Abenteurer die Höhle. Doch die Höhle war schon leergeräumt. Auf dem Boden konnte man nur noch die Abdrücke von schweren Kisten sehen. Außerdem lagen Reste von Brettern herum und rostige Beschläge.
Die Suche ging wochenlang weiter. Sogar der CERRO YGLESIAS (höchster Berg; 680 m) wurde bestiegen (dauerte "nur" 12 h!).
Am Fuß des Berges in der Nähe ihres Camps fanden sie Blechteile. Als sie diese zusammenlegten, ergaben sie den Namen "Fury". Beim Aufstieg fanden sie immer mehr dieser Teile.Nachdem sie um einen Felsen gebogen waren, standen die Expeditionsteilnehmer ganz plötzlich vor dem EXLODIERTEN UND AUSGEBRANNTEN WRACK EINES US-BOMBERS. Überall lagen Wrackteile herum, dazwischen Knochen! Es waren die Knochen der Besatzung. Die Bordmunition war explodiert. Die Maschine war seit 1948 vermißt. Man glaubte, sie sei im Pazifik abgestürzt.
---
Ein weiteres Opfer der geheimnisvollen Insel.
---
R.
Die Expedition von 1981 versuchte zunächst den Schatz von BONITO zu finden (der in der Ostecke der BAHIA WAFER vermutet wurde). Gemäß einer alten Skizze sollte am Ende einer Schlucht eine Höhle sein, worin sich angeblich Kisten befänden! Tagelang suchte man weiter. Schließlich stießen sie auf einen Felsen, auf dem Zeichen angebracht waren! Durch ein felsiges Bachbett gelangten sie zu der eingezeichneten Stelle. Dann betraten die Abenteurer die Höhle. Doch die Höhle war schon leergeräumt. Auf dem Boden konnte man nur noch die Abdrücke von schweren Kisten sehen. Außerdem lagen Reste von Brettern herum und rostige Beschläge.
Die Suche ging wochenlang weiter. Sogar der CERRO YGLESIAS (höchster Berg; 680 m) wurde bestiegen (dauerte "nur" 12 h!).
Am Fuß des Berges in der Nähe ihres Camps fanden sie Blechteile. Als sie diese zusammenlegten, ergaben sie den Namen "Fury". Beim Aufstieg fanden sie immer mehr dieser Teile.Nachdem sie um einen Felsen gebogen waren, standen die Expeditionsteilnehmer ganz plötzlich vor dem EXLODIERTEN UND AUSGEBRANNTEN WRACK EINES US-BOMBERS. Überall lagen Wrackteile herum, dazwischen Knochen! Es waren die Knochen der Besatzung. Die Bordmunition war explodiert. Die Maschine war seit 1948 vermißt. Man glaubte, sie sei im Pazifik abgestürzt.
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Ein weiteres Opfer der geheimnisvollen Insel.
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R.
COCOS ISLAND: EIN "SCHÖNER ORT", UM FERIEN ZU MACHEN
Einige Fakts zum "Ferienparadies" COCOS ISLAND:
Luftfeuchtigkeit: meist 95 %!
Temperatur am frühen Morgen: 40-45 Grad!
Ufer: oft steil emporragend; zerklüftet; mit Moos und Farn bewachsen
viele Wasserfälle
Lage: auf dem COCOS RIDGE (erstreckt sich von Mittelamerika bis zu den Galapagos; ständig See-und Erdbeben)
im Inneren: steile Berge; dichter Bewuchs; faulendes Laub auf dem Boden; man kommt daher kaum vorwärts
SIR MALCOLM CAMPBELL: "Dies ist der Platz, den der Teufel im Zorn zu seinem Spielplatz gemacht hat"
überall Löcher; oft überwachsen; manchmal bis zu sieben Meter tief!
5000 Wildschweine! (Gab's da etwa eine "Volkszählung"?) Diese haben den Boden völlig aufgewühlt. (Das haben Wildschweine so an sich.)
Die Schweine treiben nachts in den Palmenhainen ihr Unwesen "um die herabgefallenen Cocosnüsse zu knacken und die gärende Milch herauszuschlürfen" (R. OSTLER). Die wissen auch, was gut ist. Allerdings hat dies einen bestimmten Nebeneffekt: Die Wildschweine werden davon berauscht (high) und gemeingefährlich. Schon mancher Schatzsucher wurde zum Opfer der saufenden Wildschweine!
"Myriaden Moskitos" (OSTLER); Feuerameisen (auch nicht schlecht); die lieben Tierchen reißen ganze Haut-und Fleischstücke ab! Dies führt zu Schwellungen!
Skorpione; Ratten; Cougarachas (Küchenschabenart)
wilde Katzen, degenerierte Rehe, Ziegen
Haie aller Art in den Gewässern um die Insel
(nicht zu vergessen: das menschliche Gesindel!)
Vorteile: ausreichend Süßwasser; Erdkrabben; Muscheln; Riesenlangusten; Kokosnüsse.
(nach R. OSTLER)
---
Gönnen Sie sich was: Machen auch Sie Urlaub auf der COCOS-INSEL! Oder schenken Sie Ihrer Schwiegermutter eine Reise dorthin!
---
R.
Einige Fakts zum "Ferienparadies" COCOS ISLAND:
Luftfeuchtigkeit: meist 95 %!
Temperatur am frühen Morgen: 40-45 Grad!
Ufer: oft steil emporragend; zerklüftet; mit Moos und Farn bewachsen
viele Wasserfälle
Lage: auf dem COCOS RIDGE (erstreckt sich von Mittelamerika bis zu den Galapagos; ständig See-und Erdbeben)
im Inneren: steile Berge; dichter Bewuchs; faulendes Laub auf dem Boden; man kommt daher kaum vorwärts
SIR MALCOLM CAMPBELL: "Dies ist der Platz, den der Teufel im Zorn zu seinem Spielplatz gemacht hat"
überall Löcher; oft überwachsen; manchmal bis zu sieben Meter tief!
5000 Wildschweine! (Gab's da etwa eine "Volkszählung"?) Diese haben den Boden völlig aufgewühlt. (Das haben Wildschweine so an sich.)
Die Schweine treiben nachts in den Palmenhainen ihr Unwesen "um die herabgefallenen Cocosnüsse zu knacken und die gärende Milch herauszuschlürfen" (R. OSTLER). Die wissen auch, was gut ist. Allerdings hat dies einen bestimmten Nebeneffekt: Die Wildschweine werden davon berauscht (high) und gemeingefährlich. Schon mancher Schatzsucher wurde zum Opfer der saufenden Wildschweine!
"Myriaden Moskitos" (OSTLER); Feuerameisen (auch nicht schlecht); die lieben Tierchen reißen ganze Haut-und Fleischstücke ab! Dies führt zu Schwellungen!
Skorpione; Ratten; Cougarachas (Küchenschabenart)
wilde Katzen, degenerierte Rehe, Ziegen
Haie aller Art in den Gewässern um die Insel
(nicht zu vergessen: das menschliche Gesindel!)
Vorteile: ausreichend Süßwasser; Erdkrabben; Muscheln; Riesenlangusten; Kokosnüsse.
(nach R. OSTLER)
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Gönnen Sie sich was: Machen auch Sie Urlaub auf der COCOS-INSEL! Oder schenken Sie Ihrer Schwiegermutter eine Reise dorthin!
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R.
DR. WALTER R. FUCHS: ÜBER LINCOS ODER HOW TO TALK TO ALIENS?
Ganz einfach: mit LINCOS. Dies ist die Abkürzung für "LINGUA COSMICA". Es handelt sich dabei um eine formelhafte, mathematisierte Kunstsprache des PROF. HANS FREUDENTHAL (Universität Utrecht).
Tolle Idee! Schon GALILEI war der Meinung, daß das "Buch der Natur" in mathematischer Sprache geschrieben sei! Oder andersherum: Die Naturwissenschaftler haben es gut hingekriegt, die Gesetze des Denkens auf die Welt zu projizieren (W. Fuchs).
LINCOS ist weniger von KEPPLER als vielmehr von LEIBNITZ inspiriert. KEPPLER glaubte, das Weltgeschehen laufe nach harmonischen Prinzipien ab, denen Zahlen zugrunde liegen. Dieses angeblich geordnete Geschehen solle Richtschnur für vernünftiges menschlichen Handelns sein. LEIBNITZ hingegen stellte einzig fest, daß in der Welt "alles mathematisch zugehe".
(Das mit dem vernunftgemäßen Handeln hat leider nicht geklappt. Auch geht es in der Welt nicht sehr harmonisch oder mathematisch zu. Dazu genügt ein Blick in das Geschichtsbuch.)
Vorläufer von LINCOS ist die "CHARACTERISTICA UNIVERSALIS" von LEIBNITZ, eine ideale, allumfassende Zeichensprache zur Lösung von Problemen, die zur mathematischen Logik führte.
LEIBNITZ versuchte damit ein ABC des Denkens zu erschaffen. Jeder einfache Gedanke sollte ein Symbol bekommen.
LINCOS-ERFINDER H. FREUDENTHAL dachte sich nun: Eine solche Sprache müßte eigentlich von intelligenten Wesen im Weltall verstanden werden.
Was aber, wenn die gar nicht mit uns reden wollen?
Mittels des BINÄR-CODES könnten wir z.B. den Aliens so sinnvolle Botschaften wie 3=3 übermitteln. Ich bin sicher, die würden sich darüber freuen. Das sähe dann so aus:
010101 000 0111 000 010101
01=kurzer Impuls (tit)
0111=langezogener Impuls (tiiit): Gleichheitszeichen
010101=3
000=Pause
Vielleicht sollte man auch seine Liebesbriefe auf diese Art verfassen. Ich glaube, es ist todsicher, daß man auf diese Art für immer Junggeselle bleibt, was übrigens nicht schlecht sein muß, da man im Zustand der Ehe seine Rechte halbiert und dafür seine Pflichten verdoppelt (Schopenhauer). So könnte einem LINCOS die Autonomie retten!
Etwas weitergehende Beispiele für LINCOS:
Hb Inq Ha Ben=Homo b sagt homo a: es ist in Ordnung (o.k.)
h=homo=Mensch
inq=inquit=sagt
ben=bene=gut
Hb Inq. Ha Mal=Homo b sagt homo a: das ist schlecht (Mist! Nix gut!)
Einwand (zwar-aber):
Ha Inq Hb Ver Tan Mal=Homo a sagt homo b: es ist wahr, dennoch schlecht:
ver=verum=wahr
tan=tamen=dennoch
mal=malum=schlecht
So kommt man ins Gespräch. Hoffentlich können die Aliens auch Latein! (Ich kenne eine Menge "menschlicher Aliens", die dies nicht können.)
Bleibt die Hoffnung, daß ein klassisch gebildeter Alien, der auf dem humanistischen Gymnasium z.B. auf der Wega war, seinen CICERO und PLATON gelesen hat:
Ha Inq Hb Loq Lat? Leg Cic+Plat?
loq=loqui=sprechen
Lat=Latine=Lateinisch
leg=legere=lesen
---
R Inq Val
R=ego
val=valeas/ valeatis=lebe wohl/ lebt wohl; tschüß!
Ganz einfach: mit LINCOS. Dies ist die Abkürzung für "LINGUA COSMICA". Es handelt sich dabei um eine formelhafte, mathematisierte Kunstsprache des PROF. HANS FREUDENTHAL (Universität Utrecht).
Tolle Idee! Schon GALILEI war der Meinung, daß das "Buch der Natur" in mathematischer Sprache geschrieben sei! Oder andersherum: Die Naturwissenschaftler haben es gut hingekriegt, die Gesetze des Denkens auf die Welt zu projizieren (W. Fuchs).
LINCOS ist weniger von KEPPLER als vielmehr von LEIBNITZ inspiriert. KEPPLER glaubte, das Weltgeschehen laufe nach harmonischen Prinzipien ab, denen Zahlen zugrunde liegen. Dieses angeblich geordnete Geschehen solle Richtschnur für vernünftiges menschlichen Handelns sein. LEIBNITZ hingegen stellte einzig fest, daß in der Welt "alles mathematisch zugehe".
(Das mit dem vernunftgemäßen Handeln hat leider nicht geklappt. Auch geht es in der Welt nicht sehr harmonisch oder mathematisch zu. Dazu genügt ein Blick in das Geschichtsbuch.)
Vorläufer von LINCOS ist die "CHARACTERISTICA UNIVERSALIS" von LEIBNITZ, eine ideale, allumfassende Zeichensprache zur Lösung von Problemen, die zur mathematischen Logik führte.
LEIBNITZ versuchte damit ein ABC des Denkens zu erschaffen. Jeder einfache Gedanke sollte ein Symbol bekommen.
LINCOS-ERFINDER H. FREUDENTHAL dachte sich nun: Eine solche Sprache müßte eigentlich von intelligenten Wesen im Weltall verstanden werden.
Was aber, wenn die gar nicht mit uns reden wollen?
Mittels des BINÄR-CODES könnten wir z.B. den Aliens so sinnvolle Botschaften wie 3=3 übermitteln. Ich bin sicher, die würden sich darüber freuen. Das sähe dann so aus:
010101 000 0111 000 010101
01=kurzer Impuls (tit)
0111=langezogener Impuls (tiiit): Gleichheitszeichen
010101=3
000=Pause
Vielleicht sollte man auch seine Liebesbriefe auf diese Art verfassen. Ich glaube, es ist todsicher, daß man auf diese Art für immer Junggeselle bleibt, was übrigens nicht schlecht sein muß, da man im Zustand der Ehe seine Rechte halbiert und dafür seine Pflichten verdoppelt (Schopenhauer). So könnte einem LINCOS die Autonomie retten!
Etwas weitergehende Beispiele für LINCOS:
Hb Inq Ha Ben=Homo b sagt homo a: es ist in Ordnung (o.k.)
h=homo=Mensch
inq=inquit=sagt
ben=bene=gut
Hb Inq. Ha Mal=Homo b sagt homo a: das ist schlecht (Mist! Nix gut!)
Einwand (zwar-aber):
Ha Inq Hb Ver Tan Mal=Homo a sagt homo b: es ist wahr, dennoch schlecht:
ver=verum=wahr
tan=tamen=dennoch
mal=malum=schlecht
So kommt man ins Gespräch. Hoffentlich können die Aliens auch Latein! (Ich kenne eine Menge "menschlicher Aliens", die dies nicht können.)
Bleibt die Hoffnung, daß ein klassisch gebildeter Alien, der auf dem humanistischen Gymnasium z.B. auf der Wega war, seinen CICERO und PLATON gelesen hat:
Ha Inq Hb Loq Lat? Leg Cic+Plat?
loq=loqui=sprechen
Lat=Latine=Lateinisch
leg=legere=lesen
---
R Inq Val
R=ego
val=valeas/ valeatis=lebe wohl/ lebt wohl; tschüß!
Donnerstag, 22. August 2013
COCOS ISLAND: EIN ALTER KAPITÄN ERZÄHLT
Die aufwendigste Expedition war die von 1981 (1,5 Tonnen Ausrüstung!). Der Expeditionsleiter hatte 5 Jahre lang gebraucht, um alles Material über die Insel zu lesen. Eine etwas einseitige Lektüre!
In PUNTARENAS traf er auf jenen Kapitän, der die verrückten drei Abenteurer auf die Insel übergesetzt hatte (s. letzter post). Dieser erzählte: Ein Jahr nach den Ereignissen fuhr er wieder zur Insel. Dort verfolgte er eine wilde Ziege, auf die er geschossen hatte (armes Tier!). Diese verschwand plötzlich hinter einem Gestrüpp an einer Klippe. Dort entdeckte er einen Höhleneingang. Die Höhle war voller Ziegen, die dort wohnten. ZWISCHEN ZIEGEN UND DRECK LAG DIE HALBVERWESTE LEICHE EINES MANNES! (Aktion "Schöner wohnen".) Dann scheuchte er die Ziegen hinaus. DABEI STIESS ER PLÖTZLICH AUF EINE WEITERE LEICHE! Als er sich vom Schreck erholt hatte, schleifte er die Leichen ins Freie. Im hellen Licht der Sonne konnte er die Todesursache erkennen: BEIDEN WAR VON HINTEN IN DEN KOPF GESCHOSSEN WORDEN! In den Taschen der Toten fand er alte Gold-und Silbermünzen! EINER HATTE EINE AUFFÄLLIGE, GOLDENE ZAHNBRÜCKE! (s. letzter post!)
Der Expeditionsleiter hält die Geschichte zunächst für Seemannsgarn, doch dann zeigt ihm der Kapitän ein Kästchen mit Gold-und Silbermünzen und mit der Zahnspange!
Jetzt ist sich der Expeditionsleiter seiner Sache sicher. Die Expedition kann beginnen.
"Eine große Wolkenbank lag vor uns, in die das Boot hineintauchte wie ein Finger in Watte. Mit einem Schlag hatten wir wieder klare Sicht. Da lag sie vor uns. Groß und massig erhoben sich direkt aus der See mit grünem Regenwald bewachsene Berge. Als wir in die Wafer-Bay einliefen, war sie leer, und kein weiteres Schiff störte unseren Frieden...Als ich den ersten Fuß auf den Boden dieser Insel setzte, war mir, als wäre ich hier zuhause. Weniger erfreulich war der gießbachartige Regen, der sich über uns ergoß."
Man baut eine provisorische Behausung und ein Lager.
"Das monotone Trommeln des Regens geleitete uns in einen ohnmachtsähnlichen Schlaf in dieser ersten Nacht auf der Schatzinsel."
---
REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR.
Lesenswert!
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R.
Die aufwendigste Expedition war die von 1981 (1,5 Tonnen Ausrüstung!). Der Expeditionsleiter hatte 5 Jahre lang gebraucht, um alles Material über die Insel zu lesen. Eine etwas einseitige Lektüre!
In PUNTARENAS traf er auf jenen Kapitän, der die verrückten drei Abenteurer auf die Insel übergesetzt hatte (s. letzter post). Dieser erzählte: Ein Jahr nach den Ereignissen fuhr er wieder zur Insel. Dort verfolgte er eine wilde Ziege, auf die er geschossen hatte (armes Tier!). Diese verschwand plötzlich hinter einem Gestrüpp an einer Klippe. Dort entdeckte er einen Höhleneingang. Die Höhle war voller Ziegen, die dort wohnten. ZWISCHEN ZIEGEN UND DRECK LAG DIE HALBVERWESTE LEICHE EINES MANNES! (Aktion "Schöner wohnen".) Dann scheuchte er die Ziegen hinaus. DABEI STIESS ER PLÖTZLICH AUF EINE WEITERE LEICHE! Als er sich vom Schreck erholt hatte, schleifte er die Leichen ins Freie. Im hellen Licht der Sonne konnte er die Todesursache erkennen: BEIDEN WAR VON HINTEN IN DEN KOPF GESCHOSSEN WORDEN! In den Taschen der Toten fand er alte Gold-und Silbermünzen! EINER HATTE EINE AUFFÄLLIGE, GOLDENE ZAHNBRÜCKE! (s. letzter post!)
Der Expeditionsleiter hält die Geschichte zunächst für Seemannsgarn, doch dann zeigt ihm der Kapitän ein Kästchen mit Gold-und Silbermünzen und mit der Zahnspange!
Jetzt ist sich der Expeditionsleiter seiner Sache sicher. Die Expedition kann beginnen.
"Eine große Wolkenbank lag vor uns, in die das Boot hineintauchte wie ein Finger in Watte. Mit einem Schlag hatten wir wieder klare Sicht. Da lag sie vor uns. Groß und massig erhoben sich direkt aus der See mit grünem Regenwald bewachsene Berge. Als wir in die Wafer-Bay einliefen, war sie leer, und kein weiteres Schiff störte unseren Frieden...Als ich den ersten Fuß auf den Boden dieser Insel setzte, war mir, als wäre ich hier zuhause. Weniger erfreulich war der gießbachartige Regen, der sich über uns ergoß."
Man baut eine provisorische Behausung und ein Lager.
"Das monotone Trommeln des Regens geleitete uns in einen ohnmachtsähnlichen Schlaf in dieser ersten Nacht auf der Schatzinsel."
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REINHOLD OSTLER: VERBORGENEN SCHÄTZEN AUF DER SPUR.
Lesenswert!
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R.
COCOS ISLAND: DIE GESCHICHTEN WERDEN IMMER SELTSAMER
Als nächstes wollen es drei Abenteurer wissen: JEAN PORTELLE, CLAUDE CHALIES und ROBERT VERGNES. Ein deutscher Kapitän aus Puntarenas soll sie zur Insel bringen. Dieser scheint ziemliche Erfahrung mit Irren aller Art gehabt zu haben. Er hatte nämlich schon über 40 Expeditionen auf die Insel gebracht! Man vereinbarte, daß sie der Kapitän in drei Monaten wieder abholen sollte.
Nach drei Monaten findet der Kapitän ROBERT VERGNES am Strand-er ist völlig außer sich und: allein!
Später gibt dieser folgende Story zu Protokoll: Auf einer Tour mit dem Schlauchboot (Wafer Bay, um die Peninsula Colnett, Chatham Bay) seien sie wegen einer Welle gekentert. CHALIES und PORTELLE seien dabei aus dem Boot gefallen und ertrunken. Er selbst sei zur WAFER BAY geschwommen. Er wolle die verfluchte Insel nie wieder sehen.
So weit, so schlecht. Leider kauft ihm kein Schwein die Geschichte ab, und so reist eine Untersuchungskommission aus Paris an. Doch die scheinen keine "Sherlock Holmes" gewesen zu sein. Weder können sie VERGNES widerlegen noch werden die Leichen gefunden.
Und um die Sache noch grotesker zu machen, rüstet die Verlobte von CHALIES eine Expedition aus, um dessen Tod nachzuweisen. Es geht um eine Erbschaft in Millionenhöhe! Doch auch dies geht daneben.
Schließlich findet man doch Skelette-doch leider sind es die falschen! Dies konnte man einwandfrei beweisen, da CHALIES eine markante Zahnbrücke trug. Wieder nix!-
Es scheint so, als ob die Insel auch diesmal wieder Sieger über die lächerlichen Bestrebungen der Menschen geblieben wäre.
70iger Jahre: Die Sache ist längst Geschichte. Da taucht In COSTA RICA ein Mann auf, den wir mittlerweile gut kennen: Es ist ROBERT VERGNES. Zusammen mit einem Journalisten aus COSTA RICA unternimmt er klammheimlich eine Reise auf die Insel. Dies tut er in den folgenden Jahren noch zweimal...
Die Sache wäre nicht weiter spektakulär, wenn nicht der Journalist urplötzlich zum Besitzer einer großen Zeitung in COSTA RICA geworden wäre!-
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R.
Als nächstes wollen es drei Abenteurer wissen: JEAN PORTELLE, CLAUDE CHALIES und ROBERT VERGNES. Ein deutscher Kapitän aus Puntarenas soll sie zur Insel bringen. Dieser scheint ziemliche Erfahrung mit Irren aller Art gehabt zu haben. Er hatte nämlich schon über 40 Expeditionen auf die Insel gebracht! Man vereinbarte, daß sie der Kapitän in drei Monaten wieder abholen sollte.
Nach drei Monaten findet der Kapitän ROBERT VERGNES am Strand-er ist völlig außer sich und: allein!
Später gibt dieser folgende Story zu Protokoll: Auf einer Tour mit dem Schlauchboot (Wafer Bay, um die Peninsula Colnett, Chatham Bay) seien sie wegen einer Welle gekentert. CHALIES und PORTELLE seien dabei aus dem Boot gefallen und ertrunken. Er selbst sei zur WAFER BAY geschwommen. Er wolle die verfluchte Insel nie wieder sehen.
So weit, so schlecht. Leider kauft ihm kein Schwein die Geschichte ab, und so reist eine Untersuchungskommission aus Paris an. Doch die scheinen keine "Sherlock Holmes" gewesen zu sein. Weder können sie VERGNES widerlegen noch werden die Leichen gefunden.
Und um die Sache noch grotesker zu machen, rüstet die Verlobte von CHALIES eine Expedition aus, um dessen Tod nachzuweisen. Es geht um eine Erbschaft in Millionenhöhe! Doch auch dies geht daneben.
Schließlich findet man doch Skelette-doch leider sind es die falschen! Dies konnte man einwandfrei beweisen, da CHALIES eine markante Zahnbrücke trug. Wieder nix!-
Es scheint so, als ob die Insel auch diesmal wieder Sieger über die lächerlichen Bestrebungen der Menschen geblieben wäre.
70iger Jahre: Die Sache ist längst Geschichte. Da taucht In COSTA RICA ein Mann auf, den wir mittlerweile gut kennen: Es ist ROBERT VERGNES. Zusammen mit einem Journalisten aus COSTA RICA unternimmt er klammheimlich eine Reise auf die Insel. Dies tut er in den folgenden Jahren noch zweimal...
Die Sache wäre nicht weiter spektakulär, wenn nicht der Journalist urplötzlich zum Besitzer einer großen Zeitung in COSTA RICA geworden wäre!-
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R.
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