Zwei Briefe über Prosper Alpinus adressierte er an den berühmten Glaubius und einen anderen über den Sprachgelehrten Ravennatus de Angelo Bolognino (aus Ravenna?) gab er dem berühmten Astruc (?). Und auch nicht geringeren Wertes sind drei, die er wiederum an Polonius schrieb, deren zweiter über ein kleines Kapitel des vierten Buches des Marcus Varro über die lateinische Sprache ist, in einer alten Schriftrolle des Frontinus erzählt, welches Kapitelchen Morgagnus so erläutert, daß er sich sehr kundig des römischen Altertums zeigt, der andere ist über (pag. xv.) eine Stelle des Vitruv...
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Sonntag, 18. Februar 2018
MORGAGNUS 8
In den jahren 1721 und 1723 schrieb er einen Brief an Jacobo Facciolato, drei andere an den sehr geliebten und vor allem gebildeten unter so vielen seiner anderen Schüler Julius Pontedera; durch diese vier Briefe verbesserte er viel Fehlerhaftes, die in den lateinischen Autoren des Landbaus und besonders in Columella und Vegetius, und einige dunkle (unklare) Stellen stellte er in guter Klarheit (Licht) zusammen, in dem er allen zeigte, eine wie große Fülle (Reichtum) der Bildung zufloß (heranströmte; im Überfluß vorhanden war) und wie groß bei ihm der Scharfsinn der Begabung war und die Kenntnis der lateinischen Sprache; daher kam es, daß seine Meinung oft gefragt wurde in dieser Art der Dinge von den gelehrten Freunden, denen jener leicht Genüge tun konnte (die er zufriedenstellen konnte), besonders weil er auf seine "Copiolas" (eine seiner Schriften; copiolae=kleine Anzahl von Truppen) zurückkam; so nämlich nannte der äußerst bescheidene Mann jene seiner "Schätze", in denen er die bewunderungswürdige Kraft der Bildung, bald der griechischen, bald der lateinischen, bald der italischen verborgen hatte. Es ragen auch diese hervor, die er, weil es Johannes Polenius forderte, als welchen er niemanden als befreundeter, angenehmer und teurer hatte, bald an Polenius selbst, bald an Petrus Pluvenius von der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) schrieb über das vorzügliche Konsulat des Frontinus, dies für sicher (feststehend) haltend, was Norisius einst geglaubt hatte, daß in einem Jahr (während eines Jahres; in jedem Jahr) des christlichen Zeitalters Gaius Frontinus, nicht Fronto, wie irgendwelche Leute glaubten, ordentlicher Kollege des Trajan, als er zum drittenmal Konsul war, gewesen sei, obwohl derselbe Norisius, veranlaßt durch freilich nicht genügend wahrscheinliche Vermutungen und Erwägungen (Gründe, Meinungen, Standpunkte), diese seine Ansicht später aufgab, sich für Fronto entscheidend.
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Alles klar?
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Alles klar?
MORGAGNUS 7
Deshalb (?) folgte diesem Brief 30 Jahre später ein anderer, der darlegt, welches Urteil Petrus Burman über den früheren Brief abgegeben hat und welches Morgagnus selbst abgibt über die Mühe (Arbeit), die derselbe Burman auf diesen Autor verwendet hat, als er jenen im Jahre 1731 in Lyon (Batav.=?; Batavia=Holland?) unter kleineren lateinischen Dichtern herausgegeben hat. Er erklärt auch, was das sei, wodurch der Autor von Burman abweicht (nicht übereinstimmt mit), durch welche allerdings bescheidene Abweichung, und wie es sich für gelehrte Männer ziemt, der Sammonicus immer mehr erklärt wird (auch: verherrlicht; berühmt gemacht). Fast zur selben Zeit gab Morgagnus den drei früheren Briefen an (gegen) Celsus fünf andere Begleitschreiben (hinzu), so daß es der Fall ist (sich trifft; es kam, daß; möglich wurde, daß; unde=von wo, woraus, weshalb, von daher; neulat: daß, weil), daß zu jenen, die er aufgeschrieben hatte (bemerkt; kenntlich gemacht hatte) über diesen Autor durch die Schriften desselben ein Korollarium (Satz, der aus einem bewiesenen Satz folgt) hinzugefügt würde (wurde) und woraus die Schüler des Celsus sehr viel nehmen (schöpfen) könnten, durch die sie die Einstellungen (Verkehrtheiten) des Alneloveenius und Lindenius verbesserten (verbessern könnten) und von denen sie mehr zur Kenntnis und zum Verständnis desselben Autors geführt würden. Dies zehn Briefe schrieb Morgagnus an Johannes Baptista Vulpius, er widmete sie aber dem Laurentius Heister, da zwischen ihm und diesem Manne, wegen der vorttrefflichen Gelehrsamkeit beider in der Anatomie eine große Freundschaft durch die Briefe (in den Briefen; Brieffreunschaft) stattfand.
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Dunkel ward der Rede Sinn!-Besser kann ich es leider nicht.
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Dunkel ward der Rede Sinn!-Besser kann ich es leider nicht.
Freitag, 16. Februar 2018
MORGAGNUS 6
Im vierten Brief untersucht er, was Aesulanus, Caesarius, Humelberg und Keuchen geleistet haben bald beim Verbessern, bald beim Erklären des Gedichtes des Sammonicus über die Medizin, und in ihnen zündet er ein Licht von seinem Licht an; bei dieser Gelegenheit veröffentlicht er vieles (stellt er dar), was sich bezieht (xjv.) auf das darzustellende (wiederzugebende) Leben jenes Autors.
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MORGAGNUS 5
Und vieles fügte er in diesen geschmackvollen und gelehrten Briefen hinzu, das mit dieser Ansicht (Meinung) übereinstimmte, an der er selbst festhielt, daß Kleopatra durch den Biß der Viper zugrunde gegangen sei, gegen diese, die behaupteten, sie sei beseitigt worden, nachdem sie Gift mit dem Mund eingenommen habe. Er schrieb auch vieles andere in den folgenden Zeiten, was ihn als hervorragenden Philologen zeigt. Daher schrieb er auf Ersuchen des Johannes Baptista Vulpius, der eine vortreffliche Ausgabe der medizinischen Werke des A. Cornelius Celsus und des Q. Serenus Samonicus vorbereitete, gegen Ende des Jahres 1720 und innerhalb des nächsten, vier Briefe, von denen drei den Celsus angehen (sich beschäftigen mit; angreifen), der vierte den Sammonicus (diesmal mit zwei "m" im Text). In diesen ersteren stellt er sorgfältig die Zeit (Zeitalter; Lebenszeit) dar, in dem jener Autor in Blüte stand (sich hervortat; hervortrat), und vieles, das verkehrt war, "stellte er wieder her" (verbesserte er; hob er auf): er zeigt gewisse Worte an (weist auf sie hin), von denen er glaubte, daß sie entfernt werden müßten (müssen) von den lateinischen Lesarten (aus dem Wortlaut?), in denen sie unter dem vorgegebenen Namen des Celsus eine Stellung besessen hatten, er zeigt auch andere an, die tatsächlich dem Celsus (an)gehören, aber die man in denselben Lesarten (?) nicht leicht findet.
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Donnerstag, 15. Februar 2018
MORGAGNUS 4: WIE STARB KLEOPATRA?
...das (=das Fieber) den Morgagnus so schlimm "festhielt", daß er nicht außer (=nur) nach einigen Monaten seine vormalige Gesundheit wieder erlangen konnte. Dennoch erschlaffte er nicht deswegen in seinem Fleiß: denn mit demselben Eifer wie zuvor diente er dem Nutzen (Wohl) der Schüler zuhause, im Krankenhaus (?) und im Hörsaal, und nicht(s) jemals (=niemals), wenn man wenige Sommermonate ausnimmt, in denen er in der Heimat war, ließ er von der Arbeit ab, die er gewohnt war, besonders für anatomische Schriften aufzuwenden. Denn, was wundert es (was Wunder), ein großer Teil der Entgegnungen sind von ihm in diesem Schwächezustand des Körpers vollendet worden. Zur selben Zeit auch erörterte er freundschaftlich mit Lancisius durch Briefe die Art des Todes der Kleopatra.
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MORGAGNUS: 3: LEICHENÖFFNUNG IST ANSTRENGEND UND UNGESUND!
Nicht wenig hatte es im Interesse des Morgagnus gelegen (war für ihn von großer Wichtigkeit), daß er den Menschen bildete (unterwies), sorgfältig die anatomischen Anzeichen (Darstellungen; ostensio=das Zeigen; Sehenlassen) auszuführen und so "machte" Johannes Baptista Vulpius "die Hoffnungen gleich" (er hegte gleiche Hoffnungen; hoffte und vermutete; den Ausdruck "spes aequare" konnte ich im Georges (Wörterbuch) nicht finden; "spes" muß hier Akk. Pl. sein; aequare=gleichmachen, ausgleichen, gleichmäßig verteilen, erreichen; er gelangte zu der Hoffnung; spes=Hoffnung, Erwartung, Vermutung etc. (?)), daß vielleicht niemand gewesen sei (existiert habe), der besser in diesem Fach gewirkt habe (als Morgagnus). Es geschah einmal, daß, als er die Leiche eines alten Mütterchens öffnete, wodurch (wobei) der danebenstehende Morgagnus, seinen Zuhörern den Platz einzelner Eingeweide zeigte, auch wenn jener (der Kadaver) keineswegs mehr als gewohnt roch und auch nicht irgendein Fehler der Innereien in demselben außer eine "Verwicklung" (implicatio) erschien, daß plötzlich dennoch den Morgagnus eine Mattigkeit (Schwäche) ergriff (zu Boden drückte, überfiel, außer Fassung brachte), nicht anders wie wenn ein Mangel (Sauerstoff?) ihm hart zusetzte (?; drohte; deliquus=mangelnd). Nachdem ein wenig seine Kräfte wiederhergestellt worden waren und jeder von den beiden aus dem anatomischen Hörsaal nach Hause zurückgekehrt war, ist er auf dieselbe Weise (wie sein Kollege?) und zur selben Zeit von einem Fieber ergriffen worden.
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