Samstag, 27. Oktober 2012

MASTER LIECHTENAUER (1389) TEACHES:

"If you are fearful, never learn any art of fighting."
(Quelle: thearma. org; exzellente Fechtseite! Summa cum laude!)
BUCHTIPS FOR ALL TRUE SWORDSMEN AND SCHOLARS OF THE SWORD:

JOSEF SWETMAN: THE SCHOOLE OF THE NOBLE AND WORTHY SCIENCE OF DEFENCE, 1617.
CAPTAIN JOHN GODFREY: A TREATISE UPON THE USEFUL SCIENCE OF DEFENCE, 1747.
HANS HOLLYWARS (15. CENTURY): ÜBER DAS FECHTEN

With nightly joy,
as you will note,
the art of fencing I did promote.
With axe and halberd, staff and sword,
as it did please my royal Lord;
all done by rule and properly
so the true basis you may see.


BARTHOLOMEW ROBERTS, GENTLEMAN



ROBERTS war Gentleman und Pirat. Das Piratenhandwerk lernte er auf der ROYAL ROVER, einem Schiff des Kapitän DAVIS mit 32 Kanonen und 27 Drehbassen. (Dieser hatte übrigens sieben englische und holländische Schiffe gekapert-eine stramme Leistung!)
Von DEFOE wissen wir, daß Roberts ein großgewachsener Mann mit dunklem Teint war, der sich immer à la mode kleidete. Roberts trank keine alkoholischen Getränke, sondern Tee! Dennoch war er kein Spielverderber (D. Mitchel).
Seine erste "Amtshandlung" war die Beschießung eines portugiesischen Forts, wobei auch zwei Schiffe der Portugiesen in Flammen aufgingen. Dann segelte die ROVER nach Brasilien. Unterwegs traf man auf die portugiesische Flotte (42 Fahrzeuge+2 Kriegsschiffe mit je 70 Kanonen). Nach einer Breitseite wurde die SAGRADA FAMILIA (40 Kanonen) geentert. Der fromme Name hat ihr nichts genützt. Roberts segelte mit dem neuen Schiff auf und davon. Die Beute (und nur darum ging es vernünftigerweise) war unermeßlich (u.a. 50 000 Moidores=70 000 Pfund).
Nach so viel Arbeit machte Roberts erst einmal Ferien auf der Teufelsinsel. Von da ging es nach Westindien.
Wenige Monate später, im Juni 1720, tauchte er mit nur einer Schaluppe (60 Mann, 10 Geschütze) im Hafen von Trepanny /Neufundland auf. Die Gegenseite verfügte über 1200 Mann und 40 Kanonen. Der Gouverneur von Neuengland, wahrscheinlich ein heimlicher Roberts-Fan, schrieb, man könne dieser Tapferkeit und diesem Wagemut die Bewunderung nicht versagen.
Roberts kaperte eine Galeone mit 16 Kanonen. Er hatte jetzt 100 Mann. Vor der Küste kaperte er 10 französische Schiffe. Das beste davon übernahm er und taufte es ROYAL FORTUNE. Dafür bekam der französische Kapitän "großzügigerweise" die Galeone. Eine weitere wertvolle Prise war die SAMUEL.
Gelegentlich geriet seine Mannschaft außer Kontrolle. Nach DEFOE habe er sogar einen Seemann getötet, der ihn beleidigte. Roberts hatte auf seinem Schiff übrigens das Glücksspiel verboten, abends um 8 Uhr mußte das Licht gelöscht werden und trinken durfte man dann nur noch auf dem offenen Deck. So schafft man sich keine Freunde unter Piraten!
September 1720, Karibik: erfolgreiche Raubzüge! Der Gouverneur der französischen Antillen:
"Vom 28. bis zum 31. Oktober kaperten, verbrannen oder versenkten diese Piraten 15 französische und englische Schiffe und vor Dominica einen holländischen Eindringling mit 42 Geschützen."
Bassetere Road vor St. Kitts: Unter dem Feuer der Küstenbatterie plünderte und verbrannte Roberts einige Schiffe.
Der stellvertretende Gouverneur der britischen Antillen erhielt wenig später diesen Brief:
"Royal Fortune, 27. Sept. 1720
Gentlemen!
Ich schreibe Ihnen dieses, um Sie ausdrücklich wissen zu lassen, daß ich kein einziges Schiff in Ihrem Hafen angerührt hätte, wenn Sie, wie die guten Sitten es gebieten, zu mir gekommen wären, um mit mir und meinen Leuten ein Glas Wein zu trinken. Im übrigen war es nicht das Feuer Ihrer Geschütze, das mich abgeschreckt und gehindert hat, an Land zu kommen, sondern nur der Wind, der nicht unseren Erwartungen entsprach. Die Royal Rover haben Sie schon verbrannt und einige unserer Leue barbarisch mißhandelt. Aber jetzt haben wir ein ebenso gutes Schiff, und Sie dürfen weder jetzt noch später etwas anderes von uns erwarten als VERGELTUNG! Im übrigen, Gentlemen, der arme Kerl, den sie jetzt im Sandy Point Gefängnis haben, ist vollkommen ahnungslos, und was er besitzt, wurde ihm geschenkt. Folgen Sie daher bitte Ihrem Gewissen, und lassen Sie mich die Bitte aussprechen, daß Sie ihn wie einen ehrlichen Mann behandeln...Wenn wir etwas anderes hören, dann müssen Sie damit rechnen, daß wir niemandem auf Ihrer Insel Pardon geben werden.
Ihr Bartolomew Roberts"
Wahrlich, der Mann hatte Stil!-Die Gouverneure von Martinique und Barbados versuchten Roberts zu fangen. Dieser reagierte lediglich damit, daß er sich eine neue Flagge machen ließ, auf der er, auf zwei Totenschädeln stehend, dargestellt war.
Mai 1721: Gouverneur Spotswood läßt 54 Geschütze an der Küste von Virginia aufstellen.-Roberts segelt mehr als 2000 Meilen!
Ende 1721: Roberts besitzt eine neue ROYAL FORTUNE plus die GREAT RANGER und die LITTLE RANGER. Sie bringen insgesamt 11 Schiffe auf (vor Whydah).
Doch dann nahte das Ende in Form des englischen Kriegsschiffes SWALLOW.
Golf von Guinea, Kap Lopez, Papageieninsel: DEFOE berichtet:
"Bei diesem Gefecht war er prächtig gekleidet. Er trug Weste und Hose aus schwerem, dunkelrotem Damast, eine rote Feder am Hut, eine goldene Kette mit einem Diamantkreuz um den Hals, den Säbel in der Hand, und zwei Paar Pistolen hingen an einem seidenen Gurt, den er über die Schulter gelegt hatte...Vielleicht hätte er den Kampf unter verzweifelten Anstrengungen doch noch gewonnen, wenn er nicht von einem Kartätschenschuß direkt in die Kehle getroffen und tödlich verwundet worden wäre. Er sank auf die Vertäuung eines Geschützes nieder, und ein gewisser Stephenson eilte herbei. Er erkannte nicht sofort, daß der Kapitän verwundet war, schrie ihn an und forderte ihn auf, wie ein Mann weiterzukämpfen. Doch als er den Irrtum feststellte, brach er in Tränen aus und wünschte, vom nächsten Schuß selbst getötet zu werden."
Roberts wurde, so hatte er es selbst angeordnet, in seiner prächtigen Bekleidung über Bord geworfen. Er galt wie HOWELL DAVIS als unbesiegbar und kugelfest.
Ein fast romantisches Ende!
Oder, um mit den Piraten zu sprechen: Ein kurzes, aber lustiges Leben!
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Quelle: DAVID MITCHELL: PIRATEN-Geschichte und Abenteuer der Seeräuber auf den Weltmeeren, Wien, München, 1977, S. 126-134.
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E (Gentleman of Fortune)
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Piratenflaggen von Roberts:
Datei:Bartholomew Roberts Flag.svgDatei:Bartholomew Roberts Flag1.svg

Freitag, 19. Oktober 2012


SCHOPENHAUER 9: THE PHILOSOPHER SPEAKING (10 Wahrheiten, die es wie immer in sich haben!)

1.) An einem jungen Menschen ist es, in intellektueller und auch in moralischer Hinsicht, ein schlechtes Zeichen, wenn er im Tun und Treiben der Menschen sich recht früh zurechtzufinden weiß, sogleich darin zu Hause ist, und, wie vorbereitet, in dasselbe eintritt: es kündigt Gemeinheit an.
(Ergo: Lebenstüchtigkeit=Vulgarität! Was würde NIETZSCHE dazu sagen?-Mea sententia ist es so: Lebenstauglichkeit=gut. Wir sind nun mal ins Dasein geworfen, also müssen wir uns auch durchkämpfen. Wir haben es uns nicht ausgesucht. Es ist FATUM, sagen die einen. Andere, Zufall. Nach dem Marquis DE SADE sind wir ein Produkt der niederen Brunst unserer Erzeuger, die in dem Moment der Geilheit garantiert nicht an uns gedacht haben! Au contraire: Sie haben wie alle billigen Egoisten nur an sich und ihren kleinen Vorteil gedacht.-In einem vulgären Leben sich zurechtzufinden, ist Notwendigkeit. Dennoch bleibt es etwas Vulgäres. a dirty job, den wir nicht gewollt haben!)
2.) Die Menschen bedürfen der Tätigkiet nach außen; weil sie keine nach innen haben. Wo hingegen diese Statt findet, ist jene vielmehr eine sehr ungelegen, ja oft verwünschte Störung und Abhaltung.
(Schlimm ist es, wenn die Mächte der Trivialität und Banalität nach einem greifen, wenn man gerade in genialischen Höhen umherschweift. Glaubt mir, ich habe das oft schon erlebt; s. auch mein Epigramm "Der Tod des Propheten".)
3.) Die große Mehrzahl der Menschen ist so beschaffen, daß ihrer ganzen Natur nach, es ihnen mit Nichts Ernst sein kann, als mit Essen, Trinken und sich Begatten.
(F..., saufen, fressen!-Was ist in der Welt: Fresserei und Sauferei.-Sinngemäß nach GEILER VON KAISERSBERG.)
4.) Wenn Einer in den kleinen täglichen Vorgängen und Verhältnissen des Lebens, in den Dingen, von welchen das 'de minimis lex non curat' gilt, rücksichtslos verfährt, bloß seinen Vorteil oder seine Bequemlichkeit, zum Nachteil Anderer, sucht; wenn er sich aneignet was für Alle da ist u.s.w.; da sei man überzeugt, daß in seinem Herzen keine Gerechtigkeit wohnt, sondern er auch im Großen ein Schuft sein wird...
(Von solchen Dreckskerlen und Strolchen ist die Welt übervoll!)
5.) Gegen das Ende des Lebens geht es wie gegen das Ende eines Maskenballs, wann die Larven abgenommen werden. Man sieht jetzt, wer Diejenigen, mit denen man, während seines Lebenslaufes in Berührung gekommen war (leider! AdV), eigentlich gewesen sind...Das Seltsamste aber ist, daß man sogar sich selbst, sein eigenes Ziel und Zwecke, erst gegen Ende des Lebens eigentlich erkennt und versteht...
(Leider kommt man immer erst  dann auf den "Trichter", wenn es zu spät ist.)
6.) ...daß alle Tiere in ihrer natürlichen Gestalt umhergehen, was viel beiträgt zu dem so erfreulichen Eindruck ihres Anblicks...während der Mensch durch die Kleidung zu einem Fratz, einem Monstrum geworden ist, dessen Anblick schon dadurch widerwärtig ist, und nun gar unterstützt wird durch die ihm nicht natürliche weiße Farbe, und durch alle die ekelhaften Folgen widernatürlicher Fleischnahrung, spirituoser Getränke, Tabaks, Ausschweifungen und Krankheiten. Er steht da als ein Schandfleck in der Natur!-Die Griechen beschränkten die Kleidung möglichst, weil sie es fühlten.
(Keine gute Werbung für Modeheinis und Klamottengeschäfte!-Jeden Tag muß ich leider zahllose mißglückte und groteske Exemplare der Spezies "Homo" sehen (Kategorie: ästhetisch grausam). Da genügt schon ein Blick aus dem Fenster, was man lieber nicht zu oft tun sollte. Gutgemeinter Rat von mir. Denn da draußen wimmelt es von Otto-Dix-Gestalten und Hieronymus-Bosch-Krüppeln, die Irren und Bekloppten nicht dazugerechnet.)
(OSCAR WILDE wurde einmal getadelt, als er halbnackt, mit einem Laken bekleidet, mit Freunden auf dem Campus der Universirät picknickte. Seine Antwort: Sie sehen hier eine vollständig griechische Szene.)
7.) Verdammen wir nun sein Wesen ganz und gar; so bleibt ihm nichts übrig, als in uns einen Todfeind zu bekämpfen: denn wir wollen ihm das Recht zu existieren nur unter der Bedingung zugestehn, daß er ein Anderer werde, als er unabänderlich ist.
(Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein! Hierin liegt auch die Ursache vieler Vater-Sohn Konflikte, also daß die Söhne den Alten hassen und umgekehrt. Happy family!)
8.) Das Mittel, durch welches Jeder sich Jedem gleich setzen und selbst die größte intellektuelle Ungleichheit augenblicklich ausgleichen kann: ist die Beleidigung. Zu dieser fühlt daher die niedrige Natur eine sogar instinktive Aufforderung, sobald sie geistige Überlegenheit zu spüren anfängt.
(Und niedrige Naturen gibt es en masse. sie sind leider oder zum Glück in der Überzahl.)
9.) Für sein Tun und Lassen darf man keinen Andern zum Muster nehemen...Man muß, nach reiflicher Überlegung und scharfem Nachdenken, seinem eigenen Charakter gemäß handeln.
(Werdet Autonomisten! Seid euch selbst Richtschnur. Das Genie setzt sich seine Regeln selbst.)
10.) Und andrerseits, wenn man alle erbärmlichen Wichte hassen wollte, da hätte man viel zu tun.
(Ja, stimmt.)
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E.

Sonntag, 14. Oktober 2012

CONDÉ war ein netter Mann



Louis II de Bourbon, prince de, dit le Grand Condé, wurde in Paris am 8. Sept. 1621 geboren. Nach Napoleon war er der größte Feldherr Frankreichs. Er wird zusammen mit Turenne und Hoche genannt.
Am 19. Mai 1643 siegte er über die Spanier bei Rocroi "par une vigoureuse offensive". Dazu Zedler, Universallexikon von 1742:
"Ludewig (sic!) de Bourbon, Herzog von Angnien (=le duc d'Enghien), erhielt hieselbst den 19. May 1643, 6 Tage nach Ludwigs XIII Tode, einen berühmten Sieg wider die Spanier...wobey von spanischer Seite bey nahe 7000 Mann auf dem Platze blieben..."
Daneben führt Zedler diese witzig-makabre Begebenheit an:
"Der Graf von Fuentes, einer von den Spanischen Generalen, kam hierbei auch um, und zwar auf seiner offenen Chaise, darinnen er sich wegen des Podagra hatte in die Schlacht tragen lassen..."
Um 10 Uhr morgens war die Sache vorbei. Für Unterhaltung war jedenfalls gesorgt.
Condé war übrigens der einzige General, der für einen vierjährigen König am vierten Tag seiner Regierung einen Sieg erfochten hat. Diese Schlacht hatte Ludwig auf dem Sterbebett vorausgesehen. Ein weiterer entscheidender Sieg gelang bei Lens (20. Aug. 1648).
Mit 27 war Condé dreifacher Statthalter und sechsfacher Herzog.
Condé hatte ein hageres Adlergesicht, eine riesige Hakennase und einen wilden Blick. Er war relativ klein, bebte aber vor Energie. Condé war cholerisch, stolz, streitsüchtig, eigensinnig, kurzum, er hatte ein "tempérament delicat" (La Grande Encyclopédie). So verfing sich einmal der Stab eines Türstehers in seinem langen Haar. Condé zerbrach den Stab und verprügelte ihn damit.
Den Kardinal Mazarin verachtete er wegen seines Mangels an körperlichen Mut ("verdammter Sizilianer"!).
Dem jungen Ludwig XIV. schärfte Mazarin ein, immer "je veux" zu sagen, wenn der schwierige Cousin etwas bemerkte.
1650 wurde Condé im königlichen Rat verhaftet. Beinahe hätte es einen Kampf gegeben.
Seine Reaktion war ganz typisch für ihn:
"Gegen meinen Willen ziehe ich jetzt meinen Degen, und ich werde der letzte sein, der ihn in die Scheide steckt."
Condé entfesselte in alter Freundschaft einen kleinen Bürgerkrieg und brannte ein Rathaus nieder. An einem heißen Sommertag kämpfte er mit blutigem Hemd und verbeultem Panzer in Paris.
1660 mußte er, was ihm sicher schwer gefallen ist, Frieden schließen:
"Was blieb mir anderes übrig, wenn ich mich nicht auf meine Güter zurückziehen und Hasen jagen wollte."
Einmal entschuldigte sich der gealterte Condé für seine Langsamkeit, als er in Versailles eine Treppe hinaufstieg. Darauf Ludwig: "Cousin, jemand, der eine solche Last von Lorbeeren trägt, muß notwendigerweise langsam gehen." Condé war an nahezu allen militärischen Operationen seiner Zeit beteiligt.
1686 legte Condé endgültig den Degen aus der Hand.
(Zu Rocroi und Lens: Dictionaire du Grand Siécle; zu Condé gibt es meines Wissens ein Werk mit dem treffenden Titel "Condé ou l'orgeuil"; eine Recherche der Unibibliothek Mannheim nach diesem Buch auch im Ausland war nicht erfolgreich.)sss
by Erec

SAMURAI


Toshiro Mifune als Musashi

Alle kennen MUSASHI MIYAMOTO (1584-1645), Sieger in 60 Duellen (vgl. auch den Film mit TOSHIRO MIFUNE sowie den Roman von EIJI YOSHIKAWA!). Er wurde nicht einmal besiegt!
Er duellierte sich u.a. mit KEMPO YOSHIOKA. Schließlich schrieb er ein Buch über geistige Disziplin.


Kempo Yoshioka (auch: Kembo Yoshioka)

Doch es gab weit mehr berühmte Kämpfer und Fechtmeister. In dem lesenswerten KENDO-Buch von SASAMORI findet sich eine ganze Liste von Männern des Schwertes aus dem alten Japan.
Es begann mit der Fechtschule des SHIGENOBU HAYASHIZAKI (Ende 13. Jh.) und dessen Schüler HISAYASU KATAYAMA (Kunst, Schwert schnell zu ziehen). Es folgten viele berühmte und tapfere Männer:
1.) CHOISAI IIZASA (Begründer): später buddhistischer Priester
2.) KUNIMATSU NO MAHITA
3..) ITTOSAI ITO (größter Fechter der MUROMACHI-EPOCHE: 1336-1568
4.) BUNGORO HIKIDA (1437-?): diente einem Lehnsherrn in KYUSHU und lebte unter verschiedenen Namen
5.) IKO AISU (1452-1538): zog sich schließlich in eine Höhle zurück!
6.) BOKUDEN TSUKAHARA (1490-1572): ging später in die Berge; Selbstbetrachtungen und Studien
7.) MUNEYOSHI YAGYU (1527-1606): Fechtmeister des SHOGUN (wird man auch nicht alle Tage!)
8.) MUNENORI YAGYU (sein Sohn; 1571-1646): wurde nach der Schlacht von SEKIGAKARA Lehnsherr (scheint sich gelohnt zu haben; viele Romane, Filme)
9.) TSUNEKAGA HASEKURA (1571-1622): reiste nach Spanien und Italien; Audienz bei PHILIPP III. und PAPST. Er trug dabei seine Schwerter! (Ob der PAPST wohl Angst hatte?)
10.) IZU NO KAMI JINGO
11.) KAZUYASU BAN
13.) MIYAMOTO MUSASHI (s.o.)
14.) GANRYU SASAKI: von MUNISAI SHIMMEN besiegt, den er später ermordete (war wohl ein wenig nachtragend). Dann tötete MUSASHI den SASAKI. Am Ende waren alle tot (bis auf MUSASHI natürlich, denn der gewann immer!).
(berühmtes Duell am Strand von GANRYU-JIMA in KYUSHU)
15.) MATAEMON ARAKIS (1594-1637): in Vendetta verwickelt
16.) MITSUYOSHI YAGYU (1607-1637): Seine Taten s. den Roman "YAGYUS REISETAGEBUCH"
17.) MASAYUKI HOSHINA (1611-1672)
18.) HIKOZO HIRATA (1626-?): stellte Schutzvorrichtungen her
19.) KURANDO MARUME
20.) YAGYU TAJIMA NO KAMI
21.) ZESUIKEN IBA
22.) KANSHIN TERANISHI
23.) TADAAKI ONO (gest. 1708)
24.) CHUZO NAKANISHI (18. Jh.): Entwurf für das DO (=Brustpanzer)
25.) SUSUMU OISHI: 2, 10 m langes SHINAI! (dann 96/99 cm, unter 3 Pfund)
 BUSHIDO: Dies war der Lebensstil der SAMURAI, die Seele des alten Japan. Hierbei handelte es sich um den Ehrenkodex des Kriegers (lebenslanges Training, Vervollkommnung, ritterliche Ideale, Einfachheit, Sparsamkeit, Tapferkeit, Tatkraft, Handeln ohne Erklärung (Wahlspruch: Denken und Handeln sind eins!), schnelle Bereitschaft, Pflicht, Ehre.)- Die SAMURAI formten sich während der NARA-UND HEIAN-EPOCHE. Ursprünglich kamen sie aus dem Bauernstand, doch bald folgte ihr gesellschaftlicher Aufstieg.
KENJUTSU: wurde zu einem vollentwickelten System (NAGAKIDE CHUJO; 1380).
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E. (Banzai!)