13. Juni 1944: MONTGOMERY macht mit der 7. Panzerdivision einen halbkreisförmigen Umfassungsangriff in den Rücken der deutschen Panzer-Lehr-Division, die auf einer Linie von Tilly, La Belle Epine und, südlich abkickend, bis Ancloville stand. Östlich sich anschließend, stand die 12. SS-Division. Den beiden Divisionen gegenüber befanden sich die Briten und Kanadier. MONTYS Vorstoß zielte auf VILLERS-BOCAGE.
OBERSTURMFÜHRER MICHEL WITTMANN, ein erfahrener "Panzerkämpfer" (119 Abschüsse(!);Ritterkreuz mit Eichenlaub; 2. Kompanie, schwere SS-Panzerabt. 501) bemerkte dies, als er sich mit seinem Tiger-Panzer auf einer Erkundungsfahrt befand und gerade aus einem Wäldchen kam. Die feindlichen Panzer bewegten sich nördlich der Stadt auf die Höhe 213 zu. WITTMANN zog sich an den Waldrand zurück und analysierte die Lage. Er schätzte die Lage richtig ein und erkannte, daß es sich dabei um die Spitze eines Angriffsverbandes handelte, der in den Rücken der Panzer-Lehr -Division stieß. Hierbei handelte es sich um diese Einheiten: 22. Panzerbrigade, 8. Husaren, 1. Pz.reg., 5. Art.abt.
PAUL CARELL schreibt: "Michel Wittmann war kein Zauderer. Hier gab es nichts zu rechnen, hier galt es zu handeln."
WITTMANN erledigt zielstrebig mit seiner 8,8-Kanone den vordersten Panzer der Engländer. Immer wieder hält und schießt er. Ergebnis: alle Halbkettenfahrzeuge des Gegners sowie 12 Panzer zerstört, ebenso ein Cromwell-Panzer, der WITTMANN beschossen hat. Auf der Höhe 213 schießen die 4 zurückgebliebenen "Tiger" die Aufklärungspanzer der 8. Husaren ab. Zusammen mit 8 Panzern der 1. Tiger-Kompanie unter HAUPTSTURMFÜHRER MÖBIUS dringt WITTMANN in VILLERS-BOCAGE ein und vernichtet dort alle Cromwell-Panzer. MAJOR FRENCH wehrt sich mit seiner Pak-Abt. Ein Geschütz wird von den Trümmern eines Hauses begraben, das ein "Tiger" rammt. WITTMANN erhält einen Treffer an der Kette und läßt aussteigen. Er schlägt sich mit seinen Leuten zu seiner Kompanie durch.
Was folgt ist der Kampf der Panzer von MÖBIUS gegen die britische Infanterie. Volltreffer bei den Panzern von UNTERSTURMFÜHRER STAMM und OBERSCHARFÜHRER ERNST KRIEG. Niemand kam mehr rechtzeiig heraus.
PAUL CARELL: "Dieses Gefecht bei VILLERS-BOCAGE am 13. Juni ist eine der abenteuerlichsten Episoden der Invasionsschlacht. Ein Dutzend 'Tiger' gegen eine ganze Brigade, gegen die Elite der berühmten Wüstenratten Montgomerys...Ein Dutzend 'Tiger' gewannen die Schlacht."
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PAUL CARELL: SIE KOMMEN.
Montag, 16. Februar 2015
Sonntag, 8. Februar 2015
DER URKNALL IST NICHT GANZ SICHER-SICHER IST, DASS DIE MEISTEN EINEN KNALL HABEN
Vor 13, 7 Milliarden Jahren hat es ganz fürchterlich gekracht. Dieses Ereignis wird allgemein der URKNALL genannt bzw. auf locker amerikanische Weise THE BIG BANG. Dabei sind Zeit, MATERIE, DER RAUM und eine leidende Welt entstanden. Das Universum ist also aus etwas Gewaltsamen geworden, weshalb man sich nicht über die Gewalt in der Welt wundern muß. SCHOPENHAUER lehrt, der Materie sei der Widerstreit eigen. Viele Physiker halten es für möglich, daß es vor dem Urknall schon irgendein Etwas gab. Doch keiner war dabei. Was war vor dem Urknall? THE BIG SILENCE, die Ruhe vor dem Sturm?
Und was kam danach? Die große Inflation. Das All hat die Tendenz, sich aufzublähen-wie meine dicke Nachbarin, die eines nicht allzu fernen Tages im Big Bang enden wird.
Doch zurück zum All. Es folgt also ewige Ausdehnung bzw. Inflation, die dazu führt, daß alles inflationär vorhanden ist. Deshalb sollte man sich auch nicht über die wirtschaftliche Inflation wundern.
Prof. LINDE lehrt, daß das Universum sogar ein MULTIVERSUM sei. Dieses bestehe aus 10 hoch 10 hoch 10 hoch 7 Universen. Der Professor ist ein fleißiger Mann, da er dies alle gezählt zu haben scheint. Wir sagen: weiter so! In diesem MULTIVERSUM ist alles realisiert. Anything goes. Wer hier z.B. ein Nerd ist, hat dort alle Frauen des MULTIVERSUMS. Irgendwie tröstlich. Kann aber sein, daß er ziemlich lange warten muß.
Und was kam danach? Die große Inflation. Das All hat die Tendenz, sich aufzublähen-wie meine dicke Nachbarin, die eines nicht allzu fernen Tages im Big Bang enden wird.
Doch zurück zum All. Es folgt also ewige Ausdehnung bzw. Inflation, die dazu führt, daß alles inflationär vorhanden ist. Deshalb sollte man sich auch nicht über die wirtschaftliche Inflation wundern.
Prof. LINDE lehrt, daß das Universum sogar ein MULTIVERSUM sei. Dieses bestehe aus 10 hoch 10 hoch 10 hoch 7 Universen. Der Professor ist ein fleißiger Mann, da er dies alle gezählt zu haben scheint. Wir sagen: weiter so! In diesem MULTIVERSUM ist alles realisiert. Anything goes. Wer hier z.B. ein Nerd ist, hat dort alle Frauen des MULTIVERSUMS. Irgendwie tröstlich. Kann aber sein, daß er ziemlich lange warten muß.
Dienstag, 3. Februar 2015
KOSMISCHE SUPERZIVILISATIONEN
Das sind Zivilisationen, die bereits-so es sie gibt-technologische Entwicklungen von bis zu (sagen wir) einer Million Jahren durchlaufen haben. Ihre Möglichkeiten müssen jenseits aller Vorstellbarkeit liegen. Schon heutzutage mutet ein "einfaches" Tablet wie schiere Zauberei an. Was erst vermögen Kulturen, die uns "Lichtjahre" voraus sind! Wahrscheinlich würden wir kein Wort glauben, wenn man uns davon erzählte, wie etwa ein antiker Mensch, dem man z.B. von unserer Technik berichten würde.
Vielleicht gab es sie schon, bevor unser Sonnensystem existierte.
Also, gibt es sie, dann sind sie sicher in weite Regionen des Kosmos vorgestoßen. Wie weit, weiß niemand. Vielleicht haben sie uns schon erfaßt-sicherlich keine gute Idee. Umgekehrt führte weder Projekt OZMA noch die Radioastronomie dazu, Kontakt zum "galaktischen Nachrichtenclub" zu bekommen. CARL SAGAN schreibt:
"Wenn es ungefähr eine Million Welten in der Galaxis gibt, die derartige Errungenschaften aufzuweisen haben, werden sie sich ungefähr in tausend Jahren einmal untereinander besuchen."
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Quelle: P. u. J. FIEBAG: AUS DEN TIEFEN DES ALLS.
Vielleicht gab es sie schon, bevor unser Sonnensystem existierte.
Also, gibt es sie, dann sind sie sicher in weite Regionen des Kosmos vorgestoßen. Wie weit, weiß niemand. Vielleicht haben sie uns schon erfaßt-sicherlich keine gute Idee. Umgekehrt führte weder Projekt OZMA noch die Radioastronomie dazu, Kontakt zum "galaktischen Nachrichtenclub" zu bekommen. CARL SAGAN schreibt:
"Wenn es ungefähr eine Million Welten in der Galaxis gibt, die derartige Errungenschaften aufzuweisen haben, werden sie sich ungefähr in tausend Jahren einmal untereinander besuchen."
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Quelle: P. u. J. FIEBAG: AUS DEN TIEFEN DES ALLS.
Montag, 2. Februar 2015
DIE UNSICHERHEIT DER DRAKE-FORMEL
Die DRAKE-FORMEL geht der Frage nach, wieviele extraterrestrische Zivilisationen es geben könnte. Immerhin gibt es allein in unserer Milchstraße einige hundert Milliarden Sterne. Die DRAKE-FORMEL nimmt nun eine Schätzung vor. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, die variabel sind: Sterne mit Planeten-Planeten mit Leben-Planeten mit Zivilisationen usw. Das Produkt daraus ist die Zahl N. Diese soll aussagen, wieviel Planeten pro Galaxis eine weitentwickelte Zivilisation haben könnten. Doch diese Zahl ist umstritten. So nimmt THOMAS KUIPER z.B. an, daß N sehr hoch sei. Dagegen meinte MICHAEL HART, daß N sehr klein sei. Gäbe es nämlich genug Aliens, wären sie schon längst hier. (Allerdings könnte es auch der Fall sein, daß sie sich gegraust abwenden!). FRANK DRAKE und MICHAEL PAPAGIANNIS glauben, daß N entweder sehr groß oder sehr klein sei. Letzendlich kann N alles und nichts sein. Keiner der angenommenen Werte läßt sich beweisen. Das Problem ist: Wir haben nicht genügend Information.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Problem anzugehen:
1.) Die Präastronautik-Hypothese: Diese läßt sich leider weder verisfizieren noch falsifizieren und ist somit zwar reizvoll, aber unwissenschaftlich.
2.) Die Existenz von Aliens auf der Erde: In den 70-ern schauten wir immer mit großer Begeisterung "Invasion von der Wega". Die Hauptperson wurde darin immer von Aliens gejagt bzw, jagte sie. Wenn sie starben, leuchteten sie seltsam auf und hinterließen einen Schatten auf dem Boden. Toller Grusel-Effekt! Es scheint aber, daß Aliens nicht unter uns sind. So etwas würde herauskommen. Oder vielleicht doch?
(Meine Schüler schauen mich ab und zu an, als ob ich ein Alien wäre. Und wie steht es mit meiner dicken Nachbarin? Zwar sieht meine verfettete Nachbarin aus wie eine Alien-Qualle (eine neu von mir entdeckte Spezies), dennoch ist sie bei genauerer Unersuchung (die ich nicht durchführen möchte) nur ein subhumanoider Fleischberg! Also wieder nix.)
3.) Ufologie: zu viele Betrügereien gegenüber zu wenig harten Fakten!
4.) Der Versuch, Exo-Planeten von der Erde aus zu entdecken: So hat nach P. VAN DE KAMP BARNARDS Stern zwei Begleiter von der Größe des Jupiter! (Inzwischen wurden einige weitere auf indirektem Wege entdeckt.)
Ist also N sehr groß, dann müßte die Galaxis vollständig besiedelt sein. Ist es aber sehr klein, dann wäre die Anzahl der Sterne mit Planeten ebenfalls klein. Viele hoffen, daß N groß ist, weil sie glauben, die würden uns erleuchten und unsere Probleme lösen. Was aber, wenn die uns nicht verstehen? Und unsere Probleme denen "wo vorbeigehen"? Oder wenn die lieben Aliens keine Christenmenschen sind und uns einfach "plattmachen"? Vielleicht ist es da besser, wenn N klein bliebe und wir in unserer "splendid isolation" verharrten. Lieber weiterhin dumm und primitiv, als unterjocht.
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Quelle: P. und J. FIEBAG: AUS DEN TIEFEN DES ALLS.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Problem anzugehen:
1.) Die Präastronautik-Hypothese: Diese läßt sich leider weder verisfizieren noch falsifizieren und ist somit zwar reizvoll, aber unwissenschaftlich.
2.) Die Existenz von Aliens auf der Erde: In den 70-ern schauten wir immer mit großer Begeisterung "Invasion von der Wega". Die Hauptperson wurde darin immer von Aliens gejagt bzw, jagte sie. Wenn sie starben, leuchteten sie seltsam auf und hinterließen einen Schatten auf dem Boden. Toller Grusel-Effekt! Es scheint aber, daß Aliens nicht unter uns sind. So etwas würde herauskommen. Oder vielleicht doch?
(Meine Schüler schauen mich ab und zu an, als ob ich ein Alien wäre. Und wie steht es mit meiner dicken Nachbarin? Zwar sieht meine verfettete Nachbarin aus wie eine Alien-Qualle (eine neu von mir entdeckte Spezies), dennoch ist sie bei genauerer Unersuchung (die ich nicht durchführen möchte) nur ein subhumanoider Fleischberg! Also wieder nix.)
3.) Ufologie: zu viele Betrügereien gegenüber zu wenig harten Fakten!
4.) Der Versuch, Exo-Planeten von der Erde aus zu entdecken: So hat nach P. VAN DE KAMP BARNARDS Stern zwei Begleiter von der Größe des Jupiter! (Inzwischen wurden einige weitere auf indirektem Wege entdeckt.)
Ist also N sehr groß, dann müßte die Galaxis vollständig besiedelt sein. Ist es aber sehr klein, dann wäre die Anzahl der Sterne mit Planeten ebenfalls klein. Viele hoffen, daß N groß ist, weil sie glauben, die würden uns erleuchten und unsere Probleme lösen. Was aber, wenn die uns nicht verstehen? Und unsere Probleme denen "wo vorbeigehen"? Oder wenn die lieben Aliens keine Christenmenschen sind und uns einfach "plattmachen"? Vielleicht ist es da besser, wenn N klein bliebe und wir in unserer "splendid isolation" verharrten. Lieber weiterhin dumm und primitiv, als unterjocht.
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Quelle: P. und J. FIEBAG: AUS DEN TIEFEN DES ALLS.
Dienstag, 20. Januar 2015
DER MYTHOS DER UNBESIEGBARKEIT GERÄT INS WANKEN
PAUL CARELL schreibt: "Vor Moskau zerbrach die deutsche Kraft: erfror, verblutete, versiegte. Vor Moskau geriet zum ersten Mal auch der Glaube an die Unbesiegbarkeit der Wehrnmcht ins Wanken."
Der ständige Kampfeinsatz über 5 Monate führte dazu, daß die Einheiten der Front nur noch ein Drittel ihrer Sollstärke hatten. Die Kälte forderte mehr Opfer (Erfrierungen) als der Einsatz.
Gesamtverluste Ostfront, 5. Dezember: 750 000!=23% der Gesamtstärke=3, 5 Millionen Soldaten.-"Fast jeder vierte war gefallen, verwundet, vermißt."
"Der Russe hatte bedeutend größere Verluste; aber er hatte auch größere Reserven."
Heeresgruppe Mitte (Dez. 1941): keine einzige frische Division!
Russen: neue Truppen: 30 Schützendivisionen, 33 Brigaden, 6 Pz.divisionen, 3 Kav.divisionen!
---
Mit solchen Massen an Menschen und Material bedarf es keiner großen Kunst zu siegen. Daß der deutsche Soldat trotz widrigster Umstände so lange standgehalten hat, spricht für seine Qualität.
---
Analyse des Gen. Blumentritt: Die strategische Felplanung führte zur Katastrophe. Man habe zu lange gezögert, Moskau und Leningrad anzugreifen. Dies hätte man gleich nach Smolensk tun sollen.
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Weitere Ursachen: Die Luftwaffe hat es nicht geschafft, die russischen Transporte an die Front zu verhindern. Zu wenig Luftangriffe auf Moskau!-Primitive Feldflugplätze; zu weit hinter der Front; Einsätze wetterabhängig.
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Der ständige Kampfeinsatz über 5 Monate führte dazu, daß die Einheiten der Front nur noch ein Drittel ihrer Sollstärke hatten. Die Kälte forderte mehr Opfer (Erfrierungen) als der Einsatz.
Gesamtverluste Ostfront, 5. Dezember: 750 000!=23% der Gesamtstärke=3, 5 Millionen Soldaten.-"Fast jeder vierte war gefallen, verwundet, vermißt."
"Der Russe hatte bedeutend größere Verluste; aber er hatte auch größere Reserven."
Heeresgruppe Mitte (Dez. 1941): keine einzige frische Division!
Russen: neue Truppen: 30 Schützendivisionen, 33 Brigaden, 6 Pz.divisionen, 3 Kav.divisionen!
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Mit solchen Massen an Menschen und Material bedarf es keiner großen Kunst zu siegen. Daß der deutsche Soldat trotz widrigster Umstände so lange standgehalten hat, spricht für seine Qualität.
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Analyse des Gen. Blumentritt: Die strategische Felplanung führte zur Katastrophe. Man habe zu lange gezögert, Moskau und Leningrad anzugreifen. Dies hätte man gleich nach Smolensk tun sollen.
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Weitere Ursachen: Die Luftwaffe hat es nicht geschafft, die russischen Transporte an die Front zu verhindern. Zu wenig Luftangriffe auf Moskau!-Primitive Feldflugplätze; zu weit hinter der Front; Einsätze wetterabhängig.
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Samstag, 17. Januar 2015
"WARUM KONNTE MOSKAU NICHT GENOMMEN WERDEN?"
Diese Frage stellt sich PAUL CARELL in seinem hervorragenden Buch "UNTERNEHMEN BARBAROSSA" im ersten Teil, Kap. 9. Er zählt verschiedene Ursachen auf, die dazu beigetragen haben:
1.) Die deutschen Divisionen wurden nach Verlusten nie mehr ganz aufgefüllt. Daher: Verminderung der Kampfkraft!
2.) "General Winter" mit Temperaturen von 30-50 Grad unter Null! Waffen und Soldaten waren dieser extremen Kälte nicht gewachsen. Dagegen waren die sibirischen Divisionen gut für den Winterkrieg ausgerüstet!
3.) "zuwenig Soldaten, zuwenig Waffen, zuwenig Voraussicht der obersten deutschen Führung, vor allem fast kein Frostschutzmittel und kaum die dürftigste Winterbekleidung"-"Schießt die Knarre oder schießt sie nicht? wird das MG feuern oder steckenbleiben, wenn der Iwan angreift? Das waren Fragen, die der Truppe die letzte Nervenkraft kosteten." ("Unsicherheit in der Feuerbereitschaft")
4.) Unterschätzung des Gegeners durch Hitler und Generalstab, was Reserven, Leistungsfähigkeit und "seelische Widerstandskraft" betriftt.-Der Historiker Liddell Hart nennt ähnliche Gründe: Zähigkeit des russischen Soldaten-Fähigkeit, Leiden zu erdulden-die Russen kämpften auch unter widrigen Bedingungen weiter, die jede westlich Armee gestoppt hätten-Primitivität der Straßen (Sandpisten oder bei Regen Sümpfe!)-nur eine ausgeruhte Truppe wie am 22. Juni hätte dies bewältigen können!
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Quelle:
PAUL CARELL
1.) Die deutschen Divisionen wurden nach Verlusten nie mehr ganz aufgefüllt. Daher: Verminderung der Kampfkraft!
2.) "General Winter" mit Temperaturen von 30-50 Grad unter Null! Waffen und Soldaten waren dieser extremen Kälte nicht gewachsen. Dagegen waren die sibirischen Divisionen gut für den Winterkrieg ausgerüstet!
3.) "zuwenig Soldaten, zuwenig Waffen, zuwenig Voraussicht der obersten deutschen Führung, vor allem fast kein Frostschutzmittel und kaum die dürftigste Winterbekleidung"-"Schießt die Knarre oder schießt sie nicht? wird das MG feuern oder steckenbleiben, wenn der Iwan angreift? Das waren Fragen, die der Truppe die letzte Nervenkraft kosteten." ("Unsicherheit in der Feuerbereitschaft")
4.) Unterschätzung des Gegeners durch Hitler und Generalstab, was Reserven, Leistungsfähigkeit und "seelische Widerstandskraft" betriftt.-Der Historiker Liddell Hart nennt ähnliche Gründe: Zähigkeit des russischen Soldaten-Fähigkeit, Leiden zu erdulden-die Russen kämpften auch unter widrigen Bedingungen weiter, die jede westlich Armee gestoppt hätten-Primitivität der Straßen (Sandpisten oder bei Regen Sümpfe!)-nur eine ausgeruhte Truppe wie am 22. Juni hätte dies bewältigen können!
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Quelle:
PAUL CARELL
Donnerstag, 27. November 2014
13. AUGUST 1940: ADLERTAG
DER AUFMARSCH:
1.) 3 DEUTSCHE LUFTFLOTTEN: 949 Kampfflugzeuge; 336 Stukas standen zum Angriff bereit; davon lagen 734 Jäger dicht am Kanal (Grund: geringe Reichweite); dahinter: 268 Zerstörer.
2.) Gegner (Engländer; Royal Air Force): mehr als 700 Jäger, 471 Bomber; die Bomber flogen nur nachts Störangriffe auf das Reich.
---
CAJUS BAECKER: ANGRIFFSHÖHE 4000; ein Kriegstagebuch der deutschen Luftwaffe, Heyne Verlag München 198, S. 151.
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C. BECKER widmet in seinem auch ein Kapitel der LUFTSCHLACHT UM ENGLAND:
"Montag, 12. August 1940: Dicht über See fliegt ein gemischter deutscher Jagdverband westwärts. Die Sicht über der Straße von Dover ist klar, das Wetter hat sich seit gestern gebessert.
Hauptmann WALTER RUBENSDÖRFFER sieht die englische Steilküste deutlich aus der See aufsteigen. Etwa Mitte des Kanals spricht er ins Mikrophon:
'Achtung für 3. Staffel: Entlassen zum Sonderauftrag. GUTE JAGD.'"
----
Staffelkapitän Oberleutn. OTTO HINZE fliegt mit 8 ME 109 auf Dover zu ("gibt 'verstanden' und meldet sich ab"). RUBENSDÖRFFER fliegt mit 12 ME 110 der 1. und 2. Staffel parallel zur englischen Küste.
RUBENSDÖRFFER ist der Kommandant der ERPROBUNGSGRUPPE 210, die unter dem Oberbefehl des Kanalkampfführers Oberst FINK steht. Tags zuvor war der Kampfverband gegen einen Küstengeleitzug eingestzt worden:
"24 MESSERSCHMITTS tauchten in das Flakfeuer der Schiffe hinunter...Volltreffer in Decks und Aufbauten!" (Bei der Erprobungsgruppe hatten alle Kampfflugzeuge die gleiche Anzahl starrer MGs und Kanonen.)
Am 12. August war das Angriffsziel die Funkmasten, "die sich-vom französischen Kanalufer durchs Fernglas deutlich zu erkennen-an vielen Stellen der britischen Küste emporrecken."
Man wußte:
1.) Die britischen Jäger wurden von Leitstellen über UKW ferngesteuert
2.) Die Briten hatten ein neues Funkortungssystem. Dieses meldete den Leitstellen den Anflug deutscher Jäger. Die Antennenmasten waren sozusagen die Fühler dieses Systems.
---
Folgerung daraus: Die Masten mußten konsequent und sofort vernichtet werden.
"Erkannte englische DeTe-Geräte sind durch besondere Kräfte mit der ersten Welle anzugreifen, um sie frühzeitig auszuschalten."
(DeTe=Dezimeter-Telegrafie oder auch R. D. F.=Radio Direction Finding=Richtungsbestimmung durch Radiowellen; heutige Bezeichnung "Radar" (Funkmeß): erst seit Mitte des Krieges gebräuchlich; s. Anmerkung.)
Der Angriff auf die Funkmasten war das Signal zu der LUFTSCHLACHT UM ENGLAND.
Ablauf:
1.) Oberleutn. MARTIN LUTZ sichtet die Antennenmasten von PEVENSEY.
"6 MESSERSCHMITTS ziehen hoch."-Die Flieger tragen 500-Kilo-Bomben=doppelte Bombenlast eines Stuka (JU 87)!-Die Maschinen kippen ab; Gleitflug; LUTZ hat die erste Antenne im Reflexvisier (Revi); er wirft ab; die Zertörer jagen über die Radarstation hinweg; 8 Bomben liegen im Ziel: eine vernichtet das Hauptkabel; Sendepause bei den Engländern!
2.) Oberleutn. RÖSSIGER (weiter östlich) greift mit der 2. Staffel die Station RYE (bei Hastings) an; macht Meldung: 10 Treffer!
3.) Oberleutn. HINTZE greift mit der 3. Staffel die Anlagen bei DOVER an;
"Es ist überall das gleiche: Als sich die Angreifer im Abflug umdrehen künden Dreckfontänen und schwarzer Qualm von ihrer Maßarbeit. Nur die Masten schauen oben aus den Rauchwolken heraus. Das war schon in Polen so, beim Angriff auf die Rundfunksender. Man kann noch so genau zielen-die Masten fallen nicht."
4.) 11 Uhr 30: 3 Gruppen der Kampfgeschwader 51 und 54 sowie 63 Bomber (JU 88) greifen den Hafen von PORTSMOUTH an; 15 Maschinen drehen bei der Isle of Wight ab und greifen VENTNOR an; Anlage wird schwer beschädigt; Engländer täuschen jedoch mit anderem Sender vor, daß zertörte Anlage wieder betriebsbereit sei.
Resultat: Das englische Flugmeldesystem kann nur für kurze Zeit ausgeschaltet werden!
"Dagegen versprechen die gleichzeitig am 12. August begonnenen Angriffe auf die vorgeschobenen Flugplätze der britischen Jagdabwehr in der Grafschaft Kent größeren Erfolg."
---
CAJUS BECKER, S. 147-150.
---
"Angriffshöhe 4000 ist die erste umfassende, von hoher Verantwortung getragene Gesamtschau der Geschichte der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Es ist ein Panorama des Luftkrieges, seiner tollkühnen Leistungen, seiner Verluste und Katastrophen, seiner schicksalhaften Zufälle und verhängnisvollen Irrtümer. Ein faszinierendes Bild von den kleinen Fliegersoldaten und großen Strategen, von den berühmten Lufthelden und den Drahtziehern hinter den Kulissen.
Der Verfasser will allen tendenziös verzerrten Berichten eine objektive Darstellung entgegensetzen. Er sagt: Erst nach genauer Kenntnis der Tatsachen kann man Urteile fällen."
(mit 42 Dokumentarfotos und 16 Karten)
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Umschlag; Rückseite.
Vom gleichen Autor: Verdammte See-ein Kriegstagebuch der deutschen Marine (monatelang auf der Bestsellerliste!)
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Beide Bücher kaufen; lesen!-Befehl!---
1.) 3 DEUTSCHE LUFTFLOTTEN: 949 Kampfflugzeuge; 336 Stukas standen zum Angriff bereit; davon lagen 734 Jäger dicht am Kanal (Grund: geringe Reichweite); dahinter: 268 Zerstörer.
2.) Gegner (Engländer; Royal Air Force): mehr als 700 Jäger, 471 Bomber; die Bomber flogen nur nachts Störangriffe auf das Reich.
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CAJUS BAECKER: ANGRIFFSHÖHE 4000; ein Kriegstagebuch der deutschen Luftwaffe, Heyne Verlag München 198, S. 151.
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C. BECKER widmet in seinem auch ein Kapitel der LUFTSCHLACHT UM ENGLAND:
"Montag, 12. August 1940: Dicht über See fliegt ein gemischter deutscher Jagdverband westwärts. Die Sicht über der Straße von Dover ist klar, das Wetter hat sich seit gestern gebessert.
Hauptmann WALTER RUBENSDÖRFFER sieht die englische Steilküste deutlich aus der See aufsteigen. Etwa Mitte des Kanals spricht er ins Mikrophon:
'Achtung für 3. Staffel: Entlassen zum Sonderauftrag. GUTE JAGD.'"
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Staffelkapitän Oberleutn. OTTO HINZE fliegt mit 8 ME 109 auf Dover zu ("gibt 'verstanden' und meldet sich ab"). RUBENSDÖRFFER fliegt mit 12 ME 110 der 1. und 2. Staffel parallel zur englischen Küste.
RUBENSDÖRFFER ist der Kommandant der ERPROBUNGSGRUPPE 210, die unter dem Oberbefehl des Kanalkampfführers Oberst FINK steht. Tags zuvor war der Kampfverband gegen einen Küstengeleitzug eingestzt worden:
"24 MESSERSCHMITTS tauchten in das Flakfeuer der Schiffe hinunter...Volltreffer in Decks und Aufbauten!" (Bei der Erprobungsgruppe hatten alle Kampfflugzeuge die gleiche Anzahl starrer MGs und Kanonen.)
Am 12. August war das Angriffsziel die Funkmasten, "die sich-vom französischen Kanalufer durchs Fernglas deutlich zu erkennen-an vielen Stellen der britischen Küste emporrecken."
Man wußte:
1.) Die britischen Jäger wurden von Leitstellen über UKW ferngesteuert
2.) Die Briten hatten ein neues Funkortungssystem. Dieses meldete den Leitstellen den Anflug deutscher Jäger. Die Antennenmasten waren sozusagen die Fühler dieses Systems.
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Folgerung daraus: Die Masten mußten konsequent und sofort vernichtet werden.
"Erkannte englische DeTe-Geräte sind durch besondere Kräfte mit der ersten Welle anzugreifen, um sie frühzeitig auszuschalten."
(DeTe=Dezimeter-Telegrafie oder auch R. D. F.=Radio Direction Finding=Richtungsbestimmung durch Radiowellen; heutige Bezeichnung "Radar" (Funkmeß): erst seit Mitte des Krieges gebräuchlich; s. Anmerkung.)
Der Angriff auf die Funkmasten war das Signal zu der LUFTSCHLACHT UM ENGLAND.
Ablauf:
1.) Oberleutn. MARTIN LUTZ sichtet die Antennenmasten von PEVENSEY.
"6 MESSERSCHMITTS ziehen hoch."-Die Flieger tragen 500-Kilo-Bomben=doppelte Bombenlast eines Stuka (JU 87)!-Die Maschinen kippen ab; Gleitflug; LUTZ hat die erste Antenne im Reflexvisier (Revi); er wirft ab; die Zertörer jagen über die Radarstation hinweg; 8 Bomben liegen im Ziel: eine vernichtet das Hauptkabel; Sendepause bei den Engländern!
2.) Oberleutn. RÖSSIGER (weiter östlich) greift mit der 2. Staffel die Station RYE (bei Hastings) an; macht Meldung: 10 Treffer!
3.) Oberleutn. HINTZE greift mit der 3. Staffel die Anlagen bei DOVER an;
"Es ist überall das gleiche: Als sich die Angreifer im Abflug umdrehen künden Dreckfontänen und schwarzer Qualm von ihrer Maßarbeit. Nur die Masten schauen oben aus den Rauchwolken heraus. Das war schon in Polen so, beim Angriff auf die Rundfunksender. Man kann noch so genau zielen-die Masten fallen nicht."
4.) 11 Uhr 30: 3 Gruppen der Kampfgeschwader 51 und 54 sowie 63 Bomber (JU 88) greifen den Hafen von PORTSMOUTH an; 15 Maschinen drehen bei der Isle of Wight ab und greifen VENTNOR an; Anlage wird schwer beschädigt; Engländer täuschen jedoch mit anderem Sender vor, daß zertörte Anlage wieder betriebsbereit sei.
Resultat: Das englische Flugmeldesystem kann nur für kurze Zeit ausgeschaltet werden!
"Dagegen versprechen die gleichzeitig am 12. August begonnenen Angriffe auf die vorgeschobenen Flugplätze der britischen Jagdabwehr in der Grafschaft Kent größeren Erfolg."
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CAJUS BECKER, S. 147-150.
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"Angriffshöhe 4000 ist die erste umfassende, von hoher Verantwortung getragene Gesamtschau der Geschichte der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Es ist ein Panorama des Luftkrieges, seiner tollkühnen Leistungen, seiner Verluste und Katastrophen, seiner schicksalhaften Zufälle und verhängnisvollen Irrtümer. Ein faszinierendes Bild von den kleinen Fliegersoldaten und großen Strategen, von den berühmten Lufthelden und den Drahtziehern hinter den Kulissen.
Der Verfasser will allen tendenziös verzerrten Berichten eine objektive Darstellung entgegensetzen. Er sagt: Erst nach genauer Kenntnis der Tatsachen kann man Urteile fällen."
(mit 42 Dokumentarfotos und 16 Karten)
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Umschlag; Rückseite.
Vom gleichen Autor: Verdammte See-ein Kriegstagebuch der deutschen Marine (monatelang auf der Bestsellerliste!)
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Beide Bücher kaufen; lesen!-Befehl!---
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