Sonntag, 18. Februar 2018

MORGAGNUS 8

In den jahren 1721 und 1723 schrieb er einen Brief an Jacobo Facciolato, drei andere an den sehr geliebten und vor allem gebildeten unter so vielen seiner anderen Schüler Julius Pontedera; durch diese vier Briefe verbesserte er viel Fehlerhaftes, die in den lateinischen Autoren des Landbaus und besonders in Columella und Vegetius, und einige dunkle (unklare) Stellen stellte er in guter Klarheit (Licht) zusammen, in dem er allen zeigte, eine wie große Fülle (Reichtum) der Bildung zufloß (heranströmte; im Überfluß vorhanden war) und wie groß bei ihm der Scharfsinn der Begabung war und die Kenntnis der lateinischen Sprache; daher kam es, daß seine Meinung oft gefragt wurde in dieser Art der Dinge von den gelehrten Freunden, denen jener leicht Genüge tun konnte (die er zufriedenstellen konnte), besonders weil er auf seine "Copiolas" (eine seiner Schriften; copiolae=kleine Anzahl von Truppen) zurückkam; so nämlich nannte der äußerst bescheidene Mann jene seiner "Schätze", in denen er die bewunderungswürdige Kraft der Bildung, bald der griechischen, bald der lateinischen, bald der italischen verborgen hatte. Es ragen auch diese hervor, die er, weil es Johannes Polenius forderte, als welchen er niemanden als befreundeter, angenehmer und teurer hatte, bald an Polenius selbst, bald an Petrus Pluvenius von der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) schrieb über das vorzügliche Konsulat des Frontinus, dies für sicher (feststehend) haltend, was Norisius einst geglaubt hatte, daß in einem Jahr (während eines Jahres; in jedem Jahr) des christlichen Zeitalters Gaius Frontinus, nicht Fronto, wie irgendwelche Leute glaubten, ordentlicher Kollege des Trajan, als er zum drittenmal Konsul war, gewesen sei, obwohl derselbe Norisius, veranlaßt durch freilich nicht genügend wahrscheinliche Vermutungen und Erwägungen (Gründe, Meinungen, Standpunkte), diese seine Ansicht später aufgab, sich für Fronto entscheidend.
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Alles klar?

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