Mittwoch, 28. Februar 2018

MORGAGNUS, LIB. 4, EP. 7, 7 (2): TUMOR AM ARM-VIEL BLUT!

Inzwischen waren sowohl die Hand als auch der Unterarm, als auch die nächste Schulter fast bis zur Mitte angeschwollen: auch eine Entzündung nahe der eingeschnittenen Schwellung war schon entstanden. In so großer Gefahr werden die Ärtzte herbeigerufen, auch diejenigen, die sich in der Chirurgie gut (tüchtig) auskennen, bei diesen VALSALVA. Nachdem dieser die Sache sorgfältig erwogen (untersucht, geprüft) hatte, ist er so zur Behandlung übergegangen (geschritten). Zuerst hemmte (schränkte ein; "binden") das Band (Sehne), das sie jetzt (heutzutage) "torcular" (torculum=Presse, Kelter; torquere=drehen, winden) so (derart) die Schulter, so daß es für sie (die Schulter?-oder: für ihn=Valsalva)) nötig war, daß jene schnell und leicht gelockert werden konnte. Dann dehnte die Wunde sich aus, die von dem Chirurgen, wie wir gesagt haben, dem Tumor zugefügt wurde (worden war) gegen die oberen Teile (Partien) hin entlang (gemäß) dem gewohnten Weg der Arterie. Während so die ganze Höhlung des Tumors offenstand, die fast die Faust erfaßt hätte, ließ er das Blut auslaufen, von dem es viel gab, sowohl geronnenes als auch flüssiges, wusch die Stelle gut mit Schwämmen ab, die von warmem Wein feucht waren. Nachdem dies getan war, befahl er, daß die Sehne unterdessen (so lange) gelockert werde, bis das herausfließende Blut den Platz der verwundeten Arterie verriet.
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Ich glaube, der hat's überlebt.

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